Sonntag, April 08, 2007

Am Boden der Tatsachen...

Nachdem ich, vom vergangenen Samstag übermütig motiviert, den Mittwoch total "geblankt" hatte, machte ich mich heute wieder, mental auf den Boden der Tatsachen rückgeführt, für die Fischjagd bereit und trat mit leichter Grund- und Matchrute in die Schlacht. Der Wind blies mit einer kräftigen Brise gegen meinen Uferabschnitt, sodaß ich zu einem relativ schweren 8 + 2er Waggler griff, um überhaupt die Distanzen erreichen zu können, die ich mir vorgestellt hatte. Dies war dann auch ohne gröberen Probleme durchzuführen, aber leider nicht den gewünschten Erfolg brachte. Es tat sich einfach nichts. Die leichte Grundrute wurde obligat mit Semmel am Baitgum an der Laufbleimontage in etwa 35m Entfernung versenkt, denn so musste sie in etwa an der Kante zu einem Flachwasserabschnitt liegen, wo in den Uferzonen die Froschbalz in vollem Gang war und mir die Burschen das erste fette Froschkonzert in diesem Jahre lieferten.
Um ca. 14 Uhr, wo ich schon im Geiste den nächsten vermeintlichen "Schneider" akzeptiert hatte, geriet zum ersten Mal der Einhängebissanzeiger in Bewegung, welcher vom Biss am schwebenden Semmelstück kündete. Also wurde dezent angeschlagen und wenige Minuten später konnte ich meinen ersten und letzten Fisch der heutigen Session vom Haken lösen, in die Kamera halten und wieder zu seinen Kameraden im Teich zurückschicken.
Möge der kleine Spiegler gut futtern und ordentlich abwachsen, um uns in ein paar Jahren einen wirklich ernstzunehmenden Gegner zu bescheren.
Danke, kleiner Gelber, daß du meinen Tag gerettet hast...
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sludgE

Sonntag, April 01, 2007

Double PB in 10 Min. !

Wir schreiben Samstag, den 31. März: Nach langen 2 Wochen der Angelabstinenz war es heute endlich wieder so weit, und ich konnte mit Dad den beschuppten Kameraden auf die Pelle rücken. Da die Schonzeit der Forellen am 15.3 geendet hatte, war ganz klar, daß dieser Räuber als Zielfisch Nr. 1 am Programm stand, obwohl die Aussichten auf Erfolg eher gering schienen.
Die dickeren Burschen waren nun doch schon einige Zeit im Gewässer, und wurden als äußert vorsichtig und abgebrüht beschrieben, und fallen nach wie vor in die Kategorie der "schwer Bezwingbaren". Selbstverständlich waren wir mit einer breiten Köderpalette angetreten, wo vor allem Insekten und Wirbellose den Hauptanteil trugen. Ich hatte von Maden, Mistwürmern über Rosenkäferlarven bis zu Wanderheuschrecken ( Locusta Migratoria ) eigentlich von jeder Sparte was zu bieten, denn wenn man die größeren, erfahrenen Exemplare fangen will, mußte man zu unkonventionellen Mitteln greifen. Unseren Spot wählte ich heute durch reines Bauchgefühl, da wir ja als Neulinge an diesem Gewässer sowieso erstmal sondieren mussten.
Und so saßen wir dann, in einer kleinen Bucht am Rande des Schilfgürtels und begannen unser Spiel. An der Matchrute begann ich mit Madenbündel zu fischen, wobei die Grundrutenmontage mit Mistwurm/Käferlarve-Kombi in etwa 30m Entfernung versenkt wurde. In der ersten Stunde wechselte ich alle 15 Minuten den Köder , veränderte Tiefeneinstellung und Bebleiung der Wagglermontage, was mir aber keinerlei Bisse brachte. Der Teich schien wie ausgestorben. An der Grundrute tat sich ebenso nichts, sodaß ich dann wieder zur Zaubersemmel griff, um vielleicht doch wenigstens einen Karpfen ans Band zu locken. Doch selbst diese Geheimwaffe brachte keinerlei Bissaktivität. Vorerst. Bei Dad lief es in etwa wie bei mir, obwohl er den vermeintlich, optisch besseren Platz hatte. Zumindest konnte er hin und wieder zarte Bisse an seiner Pose wahrnehmen, die vermutlich von kleinen Rotaugen oder anderen kleinenWeißen stammten, die versuchten vom großen Happen was abzubekommen. Nach guten 2 Stunden war meine Konzentration an einem Tiefpunkt angelangt, wobei die Lichtverhältnisse, die es verdammt schwer machten, die Posenspitze in den Wellen zu erkennen, wohl viel dazu beigetragen hatte. Und so kam es wie es immer kommt. Genau dann, wenn man es am wenigstens erwartet. Genau dann, wenn man den Blick seiner Falkenaugen nicht über die Wellen gleiten ließ. Genau dann, wenn man in der Tasche kramt, um die eigene Nahrung hervorzuzaubern, damit wenigstens irgendwer am Teich ans Fressen denkt. Genau dann.
Urplötzlich machte die abgelegte Matchrute einen Rucker Richtung Wasser, ich reagierte wie es die X-Men nicht schneller hätten machen können und hatte eine Sekunde später ein fettes Monster im Drill. Jaaaaaaaaaaa. Die Mistwurm/Maden Kombination hatte zugeschlagen. Die unbarmherzige Kraft meines Gegners am Ende der Leine beanspruchte die 4,50er Match über den gesamten Blank, und ließ die Auswirkungen der harten Stöße und Fluchten durch meine Unterarmmuskulatur gleiten. Adrenalinspiegel am Höhepunkt. Hoffentlich saß der Haken ordentlich...hoffentlich hielt die Montage. Doch die Friedl-Schnur hielt was sie versprach und bescherte mir einige bange Minuten später eine, für meine Verhältnisse wirklich gute Regenbogenforelle wie aus dem Bilderbuch. 55cm, knappe 4 Pfund. Muaahhaah. Personal Best.
Zielfisch gefangen, mehr konnte und durfte man nicht verlangen. Und noch dazu war es ein Exemplar der wirklich ordentlichen Kategorie. Während ich noch damit beschäftigt war, das Vorfach zu entwirren und neu zu beködern, knallte auf einmal der Einhängebissanzeiger der vernachlässigten Semmel-Grundrute an den Blank und zwang mich, auch dort sofort einzugreifen. Und siehe da, ich hatte den nächsten Fisch im Drill, wobei ich selbstverständlich mit einem kleineren Karpfen rechnete, aber nicht mit dem was dann aus dem Unterwassergrün ans Tageslicht kam. Als ich den Fisch das erste Mal sah, war für mich klar, daß es wohl der erste kleine Graskarpfen dieses Jahr werden würde. Oder ? Dem war nicht so, denn beim Keschern erkannte ich erst, was ich da für einen Fang gemacht hatte.
Monsteraitel ! Der ultimativ fette Dickkopf hatte sich das Semmelstück einverleibt und war mit 51 cm der mit Abstand größte Döbel oder Aitel, den ich je in meinem Leben gefangen hatte. Meine Gefühlsausbrüche waren nicht zu beschreiben. 2 persönliche Rekorde innerhalb von 10 Minuten. Das war Angeln. Das war einfach geil. Und als ich diesen wackeren Burschen gerade auf der Matte beim Vermessen hatte, sah ich meinen Dad plötzlich zu seiner Rute springen und einen Anhieb setzen. Und der hing ebenfalls. Ansatzlos brach der Fisch durch die Wasseroberfläche und zeugte mit wilden Sprüngen und Gebärden von seiner Unzufriedenheit mit dieser Lage, was uns vorerst an Hecht denken ließ, der sich den Tauwurm schmecken hatte lassen. Doch auch hier wurden wir wieder eines Besseren belehrt, als "the Calm" den nächsten herrlichen Regenbogner über den Kescherrand führte. Mit 52cm war dieser Fisch auch nicht gerade von der kleinen Sorte und zauberte meinem Dad ein fettes Grinsen ins Gesicht.
Wir hatten beide unseren Zielfisch gefangen, und es störte es uns in keiner Weise, daß wir die nächsten Stunden keinerlei Bisse mehr zu verzeichnen hatten, um dann äußerst befriedigt unseren Heimweg anzutreten. So könnte es immer sein ;)
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sludgE

Mittwoch, März 14, 2007

Die Rache der Zaubersemmel !

Da herrliches Wetter vorausgesagt war, nahm ich mir 2 Tage Zeitausgleich, um zumindest einen Tag mit dem Angeln auf Karpfen zu verbringen. Da mein Dad, von seinem siegreichen Samstag völlig motiviert, ebenfalls die vernünftigen klimatischen Verhältnisse nutzen wollte, bot sich die Gelegenheit einer Revanche. Allright. Der gleiche Platz, und jeder von uns Beiden hatte natürlich Semmeln im Ködersortiment, um es gleich mal mit diesem, zur Zeit sehr fängigen Klassiker zu versuchen. Ich hatte gleich in der Früh, die zähesten und weichsten Semmeln der Sorte "Kaisersemmeln" aus einem Regal in unserem Supermarkt ausgegraben, während "the Calm" auf aufgetaute Handsemmeln vertraute.
Und das Spiel begann von Neuem...oldschool vs newschool. Während die Warrior bis zur Ende der Session mit einem Heilbutt-Chunk unangetastet blieb, hatte die feinere 1lbs Avon mit auftreibendem Semmelstück, das von nun an mit einem Baitgum am Haken befestigt wird, nach bereits 20 min ihre erste Arbeit zu verrichten. Und schon konnte der erste schöne Spiegler auf die Matte gelegt werden. 1:0. Muahahhaha. Das System schien aufzugehen.
Als Dad bereits nach einer viertel Stunde, wieder die Krümmung meiner im Drill befindlichen Rute, gegen das Licht erkennen musste und sich bei den Seinen aber auch rein gar nichts tat, sah ich erstmals Denkfalten an seiner Stirn. Tja, die richtigen Semmeln musste man haben ;)
Beim 3ten Karpfen in 2 Stunden ist der Spaß nun endgültig vorbei, und erste Äußerungen wie "Herst, wos host du do für Zaubersemmeln" werden laut. Obwohl Dad vielleicht 5 Meter neben mir saß. rührten sich seine Bissanzeiger keinen Millimeter. Es war ihm einfach nicht geheuer.
Der nächste vorsichtige Biss an der feinen Grundrute, war mir beim Anschlagen schon fast ein wenig unangenehm, als ich bemerkte, daß wohl der nächste Rüssler seinen Weg auf meine Matte finden wird. Dem war auch so, und nun blieb "the Calm" nichts anderes übrig als nach einer meiner Wundersemmeln zu fragen. Gerne gab ich ihm welche ab und wünschte mir, daß er nun auch endlich ein erwischen würde, da er mich sowieso heute nicht mehr schlagen konnte. Und wieder krümmte sich die Rute. Allerdings wieder Meine und Nr. 5 konnte abgelichtet werden.
Selbst ein kleinerer Brachsen war von meinem Zauberbrötchen so überzeugt, daß er nicht widerstehen konnte. Zwischen mir und meinem Dad schien sich eine imaginäre Grenze unter Wasser zu befinden, die keinerlei Lebewesen zu seinen Ködern ließ.
Gegen 14 Uhr war dann Spiegler Nr.6 an der Reihe und grunzte beim Fotoshooting fröhlich in die Kameralinse, als wollte er meinem Dad mitteilen, daß die Karpfenbande einen Deal mit mir abgeschlossen hatte und er keine Chance auf einen Biss bekommen würde. Es war wirklich nicht mehr normal.
Nach dem Freilassen des wackeren Burschen, beschlossen wir noch eine halbe Stunde zu bleiben und dann unsere Sachen zu packen. Und siehe da, als mein Dad, das letzte Mal ein Semmelstück in die Tiefen gleiten ließ, wurde auch er noch für seine Mühen mit einem kleinen, schönen gelben Spiegelkarpfen belohnt.
Somit hatte dieser herrliche Angeltag noch einen perfekten Abschluss gefunden, und wir konnten wieder mal "entschneidert" die Heimreise antreten. Was bei mir jedoch dieses Bissfestival hervorgerufen hatte, kann ich bis jetzt nicht wirklich erklären. Wahrscheinlich waren es wirklich Zaubersemmeln, die am richtigen Tag, zur richtigen Zeit und im richtigen Ofen, von einem einbeinigen, blinden Schamanen unter Vollmondlicht gebacken wurden... ja so mußte es sein.
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sludgE

Sonntag, März 11, 2007

"The Calm" schlägt zurück !

Endlich Wochenende. Endlich wieder Zeit, gemeinsam mit meinem Dad aka Paul "The Calm" Hager, den Karpfen nachzustellen. Bereits kurz nach 7Uhr brachte ich meine Isa zum Flughafen, die sich eine Woche Spaß in Deutschland, bei ihren langjährigen Freundinnen, redlich verdient hatte, und der vermutlich eine Woche Urlaub von mir und meinem Angelfanatismus auch gut tat - hehe. So wurde sie herlich verabschiedet, um dann sofort, mit bereits geladenem Karpfentackle zu meinen Eltern zu fahren. Nach einem gemütlichen morgenlichen Kaffee mit Mom und Dad, fuhren "The Calm" und ich los. In Oeynhausen angekommen, musste ich wieder mal feststellen, daß er diesen Spitznamen, von mir gegeben, zurecht trug. Mit einer Seelenruhe baute er etwa 10m links neben mir seine Ruten auf. Ihn schien es überhaupt nicht zu wurmen, daß er an diesem neuen Wasser bis jetzt, jedes mal gnadenlos "geblankt" hatte. Er ist ein Angler der alten Schule, den neumodernen Montagen aber interessiert aufgeschlossen und ein ernstzunehmneder "Gegner" am Teich. Und so saß ich wohl, wie ein Angel-Klingone, mit Backleads, Safety Hair Rigs, diversesten Dips und Flavours neben einfachen aber effektiven Grundmontagen und das Spiel begann. Es rührte sich nichts. Bei keinem von uns Beiden. Vielleicht eine halbe Stunde später, kam ein anderer älterer Angelcrack ans Wasser, begrüßte uns freundlich, plauderte ein wenig mit uns und setze sich nun 10 m rechts von mir ans Ufer. Nun saß ich da, bis an die Zähne mit modernstem FOX Equipment bewaffnet, zwischen den Angeldinosauriern, und musste sogleich erfahren, daß hier der Hase anders läuft. Keine 10 Minuten waren vergangen und der Kollege rechts neben mir drillte den ersten kleineren Spiegler. Unglaublich. Eine viertel Stunde verging und der alte Bursche hatte den nächsten Biss. Verdammt. Was machte er richtig, und wir falsch. Wie wenn er es gespürt hätte, stand er auf, kam zu mir rüber und gab uns den Tip, es mit auftreibender Semmel zu versuchen. Semmel. Im März. Ich konnte es nicht begreifen. Unmenschlich freundlich wie der Kollege war, gab er uns noch ein paar seiner gelben Wunderbrötchen, da wir ja natürlich keine mithatten. Wer hat schon Semmeln im März zum Karpfenfischen im Köderprogramm? Wir. Ab jetzt. Während ich eher ungläubig auf einer Rute, ein Stück dieses Zauberköders ans Haar montierte und mit kurzem vielleicht 15cm langem Vorfach am der Festbleimontage fischte, fischten die beiden Dinos links und rechts neben mir, die Semmel einfach am Haken. Es vergingen wieder mal keine viertel Stunde und mein Dad verwertete den ersten Biss. Und wieder Spiegelkarpfen. Wahrlich keine Monster, aber sie fingen im Unterschied zu mir ihre Fische. Mittlerweile montierte ich schon auf beiden Ruten die Wunderwaffe, was allerdings bei mir überhaupt nichts nützte. Zwischendurch kann ich den ersten kleinen Amur beim Kollegen rechts bewundern. Rechts Biss, links Biss und ich im toten Streifen. Vorerst freute ich mich für meinen Dad, daß er nun endlich an diesem Wasser "entschneidert" war, doch nachdem er bereits den zweiten kleinen Gelben in die Kamera halten konnte, hätte ich auch gern mal einen Fisch gefangen. Nur so nebenbei.Und wieder Biss bei meinem Kollegen rechts. Monsterkategorie. 1 Minute Drill und einfach weg. Vermutlich ausgeschlitzt. Schade. Wir hätten ihn alle gern gesehen. Jetzt reichte es. Ich nahm mein Tackle, wanderte die 15 Meter zum anderen Teich und saß nun mit dem Rücken zu den Beiden und fischte in anderem Wasser. Vielleicht war da alles anders. Immerhin war ich der einzige an diesem Ufer, der seine Ruten im Wasser hatte.
Es dauerte nicht lange und ich wußte warum. Böenartiger eisiger Wind blies mir mit unvorstellbarer Härte mitten ins Gesicht, und verzweifelt mußte ich mir eingestehen, daß ich bereits nach einer halben Stunde nicht mehr den mentalen Biss hatte, die Schmerzen zu ertragen. Also wieder retour ins anglerische Bermuda-Dreieck. Mittlerweile hatte Dad den nächsten Spiegler gefangen und der andere Kollege den ersten Fisch der 5kg Klasse wieder in die Fluten entlassen. Was blieb mir anderes übrig, ebenfalls wieder auf Semmel umzusteigen. Kein Weg führte daran vorbei. Und siehe da, nach etwa einer Stunde hatte auch ich den ersten Biss und konnte überglücklich den ersten kleinen "Gelben" präsentieren. Tag gerettet. So gegen 13:30 zogen dunkle Wolken auf und erste Regentropfen kündeten vom Wetterwechsel, worauf wir um 14 Uhr entschieden, es gut sein zu lassen und den Heimweg anzutreten. Ja, die Angledinosaurier hatten mich wieder mal in der Pfeife geraucht und klar gemacht, daß nicht immer die modernsten Mittel auch die Effektivsten sind, und wir verdammt viel von den aus der Mode gekommenen Techniken profitieren und lernen können. Danke wieder mal für die Lehrstunde :)
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sludgE

Samstag, März 03, 2007

Operation Monster-Roach ... es geht weiter

Zur Hölle. Es war einfach vom Feinsten. Nach harten langen Wochen der Arbeit, hatte ich nun endlich wieder mal Zeit dem Angeln nachzugehen. Nachdem ich gestern in Oeynhausen bei meinem Karpfenansitz im tobenden Wind gnadenlos "geblankt" hatte, zog es mich heute mit Matchrute ans Mühlwasser Lobau. Ich musste wieder auf den Boden der Realität gebracht werden, mir eingestehen, daß wir trotz Ausbleiben des Winters noch immer erst Anfang März hatten, und es wohl intelligenter war, auf "Weisse" zu fischen als auf die wärmeliebenden Rüssler. Also wurde "Operation Monsterroach" wieder in Angriff genommen und versucht die kapitalen Exemplare aus dem Altarm zu locken. Gestern Abend wurden noch Maden mit den diversesten Aromen und Flavours gemästet, um heute den Geschmack der großen Rotaugen besser treffen zu können. Auf süße Geschmacksrichtungen fing ich ausschließlich gute Lauben, auf würzige kamen dann die ersten Rotaugen dazu. Wurde vorerst mit nur 2 Maden am Haken gefischt, erhöhte ich die Ködermenge im Laufe mehrerer Stunden bis zu 5 Stück und es stellte sich heraus, daß die puren, also unpräparierten Maden, die größten Rotaugen zu Tage förderten. Im Laufe von 6 Stunden fing ich einige wirklich gute Exemplare, die am 30er nagten und mir heute trotz immer wiederkehrenden Regens eine herrliche Zeit am Wasser bescherten.tight lines
sludgE