Montag, November 23, 2009

Am Anfang war das Feuer...

...und dann brach die Biss-Orgie herein. Ja, das waren sie wohl. Die letzten Nächte am Ufer im Jahre 2009. Und wie es die Tradition so will, wurden die natürlich am Hauswasserl verbracht. Nachdem der Horstman auch unter der Woche fleissig gefüttert hatte, und die Wetterbedingungen um diese Jahreszeit, alles andere als schlecht einzuordnen waren, kam es so, wie wir es wohl nicht für möglich gehalten hätten. Denn von Freitag bis Sonntag bekamen wir zu dritt ( obwohl der Tom erst am Samstag zu uns gestossen war ), sage und schreibe 20! unglaubliche Bisse, von denen wir 18 verwerten können. 20 Bisse in nicht mal 48 Stunden - und das Ende November bei einer Wassertemperatur von 7°C.Der einzige, vielleicht nicht unmittelbar bittere Nachgeschmack, ist die Tatsache, daß von den 18 gelandeten Fischen, nur ein Einziger die magische 10 Kilo Grenze überschritten hatte, und bereits der 2te Gelbe der Session war. Leider kamen wir, an die von Horst vorgelegten 11,40kg nicht mehr heran, was aber aber keinesfalls die Erkenntnis schmälerte, daß wir scheinbar alles richtig gemacht hatten. Selbst an einem Gewässer, das mit Sicherheit nicht in die "Hardcore-Kategorie" einzuordnen ist, muss man erstmal so einen Lauf haben. Viel besser kann es eigentlich nicht mehr funktionieren. Wirklich der Hammer. Man kann sich beschweren und raunzen, was man will, doch langsam aber sicher, neigt sich die Saison dem Ende zu. Der eine oder andere Tagesansitz wird mit Sicherheit noch drinnen sein; zumindest so lange bis uns die Aussentemperaturen den finalen Schlusstrich unter die Rechnung ziehen, und die Gewässeroberflächen, vom Flüssigen in den festen Zustand mutieren. Möge uns diese physikalische Misere vielleicht diesen Winter erspart bleiben, wobei das wohl einen äußerst gewagten Wunsch darstellt. Doch wie wir alle wissen, ist es die Hoffnung, die zuletzt stirbt.
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Sludge

Samstag, November 14, 2009

Rollercoaster´s Finest!

Was war das nur für ein Wochenende gewesen. Hätte man mir vorher gesagt, daß es so kommt, wäre ich vermutlich in schallendes Gelächter ausgebrochen. Aber genau so kam es. Endlich war wieder der Freitag erreicht, und so saß ich in der Arbeit zählte die letzten Stunden und Minuten. In meinem Geiste wurde bereits gefüttert, fuhr ich schon die Montagen aus, stand mit krummer Rute im Boot, und freute mich über gigantischen Fänge. Und die Zeichen standen meines Erachtens gut. Sehr gut sogar. Hatte doch mein Angelkumpane Tom, der mich zu der Session an diesem Gewässer eingeladen hat, und bereits seit gestern vor Ort auf Karpfenjagd war, schon mächtig in der Nacht auf heute, zugeschlagen. Die Fische waren trotz 8°C Wassertemperatur also noch äußerst aktiv, was wirklich Hoffnung machte, und Zuversicht gab. Da konnte was gehen.Dann war es soweit. Jetzt mit dem Bike heim, Ruten und den restlichen Teil der Ausrüstung ins Auto packen ( der Großteil wurde natürlich schon in der Früh verladen…logisch, oder? um die Sekunden wär es gegangen…;), und dann gings ab wie die Post, ans etwa 40km entfernt gelegene Augewässer, in dem die dicken, großen alten Karpfen nur darauf warteten, von mir gefangen zu werden. So hab ich´s mir jedenfalls die ganze Zeit herbei gewünscht. Aber ich hatte dieses Jahr schon öfter diese Art von Wünschen gehabt. Eigentlich vor jedem Ansitz. An jedem Gewässer, dass ich dieses Jahr befischt habe. Und ich hatte 2009 schon so viel Pech beim Angeln genießen dürfen. Gemeine Blanks.Böse Aussteiger. Abrisse. Wetteralpträume. Pffff. Nicht nachdenken. Irgendwann muss ich doch auch mal Glück haben. Einmal nur dieses Jahr. Bitte.Ich brauch kein Übermonster, keinen Lebensfisch. Nur Einen über 15kg …NEEEIIIN ! da war sie nun wieder diese Zahl, obwohl ich mich ja vom Gewichtsdruck sooo befreit gefühlt habe. Verdammte 15 Kilogramm. Das muss doch möglich sein.Vor Ort wurde ich von Tom empfangen, und als sich die Schottergrube mit ihrem farbenprächtigen Ufersaum vor mir auftat, war es wieder mal Gewissheit. Da konnte man sagen was man wollte; der Spätherbst war einfach die schönste Zeit am Wasser, auch wenn es durch die äußeren Bedingungen meist beschwerlicher, als im Frühjahr oder Sommer war. Aber das nahm man doch gerne in Kauf, wenn man bedachte, dass der Herbst ja die vielzitierte „Big Fish-Zeit“ war, und gerade so spät im Jahr die gute Chance auf einen Dicken, besser denn je wäre. Hmm. Bei mir war es leider noch in keinem Jahr so. Niemals.Doch was dann in den nächsten 48 Stunden geschah, ist eigentlich mit Worten kaum zu beschreiben, und darum werde ich diesmal hier in erster Linie, die Bilder wirken lassen. Eine Achterbahn der Gefühle, die es aber verdient, genauer erzählt zu werden. Kann ich diese Geschichte, auch nur annähernd so wie ich sie erlebt habe, auf reales oder virtuelles Papier bringen, wird sie mit Sicherheit demnächst zu lesen sein.Ich fange den ersten 20+ Spiegler in meinem Leben. Unpackbar...Und damit nicht genug, kann ich in der Nacht noch einen 17,10er nachlegen. Die mit Abstand zwei größten Fische meiner Saison 2009, innerhalb weniger Stunden. Muahahah. Es lief, nach bösen Niederlagen, endlich mal wie am Schnürchen.Mein besonders herzlicher Dank geht diesmal an den Tom, der mir diese Chance erst ermöglicht hat, und an den Karpfengott, der mich die Chancen verwerten ließ, und mir solche Prachtexemplare servierte. BIG THX Amigos !
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Sludge

Dienstag, November 10, 2009

Carp EXPO 2009 !

Wie jedes Jahr, findet auch diesmal wieder die von K.Grabmayer veranstaltete Carp Expo in Stockerau statt. Mit einer Reihe von internationalen Gästen, wie Ronny de Groote, Rob Hughes und Simon Crow, und einer gewaltigen Anzahl an namhaften Ausstellern, ist diese Messe wohl für jeden Karpfen-Jäger ein interessantes Event, welches aus der Szenerie nicht mehr wegzudenken ist. Seien wir gespannt, was die beiden Tage für uns bereit halten.
Mehr Infos sowie Anfahrtsplan -> CARP EXPO 2009

Montag, November 09, 2009

BIVYLIGHT´s - Rod Pod Marker River !

Heute möchte ich euch ein Produkt vorstellen, welches nach intensiven Tests am Wasser, schlussendlich in meine persönliche Kategorie "Weltklasse" einzuordnen ist, und in Zukunft am Ufer mit Sicherheit nie mehr fehlen wird. Es handelt sich um den Rod Pod Marker River von Bivylight; in meinem Falle in der Camouflage Version. Natürlich stellt sich mal vorerst die Frage: Wozu überhaupt so ein Ding? Unnötiger neumodischer Kram? ... nein.Wer kennt nicht die Situation, wo du nachts oder im Nebel nach einem Drill, oder beim Auslegen draussen am Wasser bist, und plötzlich den eigenen Platz nicht mehr entdecken kannst? Herumirren und sinnloses, unendliches Spähen in die Dunkelheit oder ins Nichts? Nach dem Ablegen der Montagen besonders ärgerlich, wenn man, nachdem endlich der eigene Swim gefunden wurde, einen Schnurbogen von überflüssigen 50 Metern sein Eigen nennt. Du kennst das nicht? Wie oft kommt das vor? OK - früher oder später kommt es dazu. Mit Sicherheit. Das Ding ist klein, leicht, primitiv, flexibelst einsetzbar und böse. So, wie wir es lieben. Insgesamt wohnen 5 wirklich brutale LED´s im absolut wasserdichten Gehäuse, die in 2 unterschiedlichen Modi genutzt werden können. Daß der kleine elektronische Kasten dicht hält, was er verspricht, hat er in vielen regenreichen Tagen und Nächten, mehr als bewiesen. Und ich habe ihm nichts geschenkt. Selbst meine "Kübeltests" ( mit Schlamm beschmiert u. mit mehreren Eimern Wasser wieder gewaschen ) hat er mit Bravour bestanden, ohne auch nur einmal mit seinen leuchtenden Augen zu zwinkern. Die beiden, jeweils auf einer Seite eingearbeiteten LED´s, erhöhen die Sichtbarkeit ungemein, da es im Endeffekt egal ist, von welchem Winkel aus, man den Marker betrachtet. Und die kleinen Leuchten sind stark. Sehr stark. Selbst im sogenannten "Economy-Modus", bei dem "nur" 3 Lichter leuchten, ist der eigene Platz unübersehbar. Wir haben teilweise bis zu 400 Metern ausgelegt, und beim Hinsehen von Wasser aus, war ich mir sicher, daß ich das grüne Licht ( gibts auch auf Wunsch in blau, rot u. weiss ) selbst von Gibraltar aus sehen würde, hätte ich mein Pod an der marokkanischen Küste stehen. Über den Maximalmodus mit allen 5 Lichtern brauche ich kaum Worte verlieren. Selbst ein Maulwurf könnte hier seine Dissertation über die Lichtgeschwindigkeit schreiben. Unpackbar geil.Durch das englische Gewinde ist eine Befestigung an den unterschiedlichsten Stellen gegeben, und ermöglicht somit eine wirklich vielseitige Benutzung. Ja, da hat wer mitgedacht. Hab ich zB. keinen Platz am Pod, weil ich 3 Ruten fische, schraub ich den Rod Pod Marker einfach auf einen Bankstick, und platziere ihn am Ufer wo ich will. Ist an meinem Gewässer kein Boot erlaubt, sodaß ich nie in den Genuss kommen kann, ihn vom Wasser aus zu sehen, dreh ich ihn einfach um, und kann ich ihn immer noch dazu benutzen, meinen Angelplatz auszuleuchten. Und da gibts kein Tappen in der Dunkelheit mehr, kein Fluchen wenn man beim Biss in der Schwärze der Nacht, falsch mit den Ruten "strickt". Ein Alptraum sondergleichen, den ich nicht nochmal erleben will, und Bivylight sei dank, auch nicht mehr erleben muss.Der Rod Pod Marker River wird mit einer 9V Blockbatterie betrieben, hat mit Jener lächerliche 140 gr Gesamtgewicht, und ich habe Diese, trotz intensivster Benutzung noch nicht tauschen müssen. Angegeben ist eine Leuchtdauer von 80h im Economy Modus, was mit Sicherheit nicht aus der Luft gegriffen erscheint.Langer Rede, kurzer Sinn. Fakt ist, daß es um einen lächerlich anmutenden Preis von momentan 46,90€ , in diesem Bereich mit Sicherheit nichts Vergleichbares auf dem Markt gibt, geschweige denn ein besseres Produkt hier auf Erden ein unentdecktes Dasein fristet, welches für uns Angler von so nützlicher "lichtwerdender" Natur wäre. Und ich kann jedem fischjagdsüchtigen Probanten dieses kleine, leichte, primitive, flexibelst einsetzbare, und böse leuchtende Ding nur wärmstens empfehlen. Ich mag den Rod Pod Marker River nicht mehr missen müssen...
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Sludge

CHECK IT OUT ->BIVYLIGHT

Montag, November 02, 2009

Full Pull´s "Nero Squid" Fieldtesting !

Im Zuge der Sonderaktion der österr. Baitfirma Full Pull, haben wir mit mehreren Kilos der legendären Nero Squid Murmel zugeschlagen, um sie auch selbst mal auf unserem Hauswasserl anzutesten. Die Jahreszeit und die äusseren Bedingungen waren für einen wirklich ausschlaggebenden "Field-Test" vielleicht nicht wirklich optimal, aber wir haben trotzdem unser Glück versucht, und sind mit der Tintenfisch-Kugel auf die Gelben angesessen.Der Hörstman hatte unter Woche schon mal ordentlich unsere Spots im Westen und Osten befüttert, damit sich die Rüssler schon mal auf die, für sie neue Nahrungsquelle einstellen konnten, und die Kugel am Wochenende nicht völlig unbekannt war. Und so sind wir dann am Samstag mit den scharfen Fallen angetreten, und harrten der Dinge, die da passieren mochten. Und siehe da, kaum hatte ich es mir an der Westküste mal richtig auf meinem Sessel bequem gemacht, klingelte auch schon die Handgurke und der Hörst konnte den ersten Erfolg der Kugel durchgeben. Na, nicht schlecht, das war schon mal ein gutes Zeichen.Doch bei mir war vorerst Ebbe. Nichts. Kein Drücker auf die Nero Squid, aber auch kein Biss auf meine sonst fängigen Standard-Murmeln, die ich sicherheitshalber auf der 2ten Rute fischte. Es vergingen ein paar Stunden, als abermals das Telefon schellte. Wieder der Hörstman. Wieder Fisch auf die Full Pull-Kugel in 8m Tiefe. Und das bei einer Aussentemperatur von gerade mal 5°C und einer Wassertemperatur zwischen 9 u. 10°C. Whaaaaa. Geile Sache. So schnell konnte wohl niemand damit rechnen.An meinen Spots war jedoch gähnende Leere, was vermutlich damit zusammenhängen musste, daß sich die Gelben scheinbar bereits in den tiefsten Bereichen aufhielten und dort auch fraßen, und ich Tiefen bis maximal 6,5 m anfischen konnte, wobei der Hörst am Ostufer doch Bereiche bis 9m Wassertiefe zur Verfügung hatte. Denn die dunkle Murmel wurde offensichtlich sofort, ohne jeden Argwohn angenommen, konnte also keineswegs der Grund für meinen Nichterfolg sein. Und so brach bisslos bei mir im Westen die Abenddämmerung herein, worauf ich in der Dunkelheit mein Tackle packte, um den Heimweg anzutreten, da es mir in dieser Halloween-Nacht leider nicht vergönnt war, am Wasser bleiben zu können. Egal. Morgen Früh würde ich wieder da sein.Als ich zeitig am nächsten Morgen wieder ans Wasser kam, und der Hörstman mir von weiteren 5 Bissen in der Nacht berichtete ( alle auf die Nero Squid ), entschloss ich mich kurzerhand, meinen Sonntag am Ostufer zu verbringen, und meinem Angelkameraden Gesellschaft zu leisten. Nebenbei sah ich natürlich den Vorteil, auch die wirklich tiefen Bereiche unserer Schotterlacke anfischen zu können, um eventuell doch noch mit einem Fisch, an diesem Wochenende belohnt zu werden. Auf Anraten meines Kumpanen montiere ich heute auf beide Montagen die Nero-Squid Abteilung. Und wirklich; gegen 13 Uhr klebt plötzlich der Swinger am Blank, der kleine Warrior Bissmelder meldet sein Lied vom geliebten Vollrun, ich stehe Sekunden später mit krummer Rute am Ufer, und kann zu guter Letzt einen schönen, wenn auch nicht allzu großen Vertreter der Rüsselfische, in die Linse von Hörstman´s Kamera halten. YES, Alter! Was will man als Realist bei diesen bissigen Temperaturen noch mehr... Bis um 15:30 passierten dann aber leider keine Sensationen mehr, worauf wir entschieden, es gut sein zu lassen, und das Feld zu räumen. Und selbst nach diesem eher kurzen 2 Tages-Test können wir ein äußerst positives Resumee ziehen. Auf die Nero-Murmel haben wir insgesamt 9 Bisse in 2 Tagen, woraus 6 Fische resultierten. Die beinharte FullPull Kugel arbeitet selbst bei solchen Bedingungen einwandfrei, und wäscht sogar bei niedrigsten Wassertemperaturen in kurzen Zeitabständen relativ gut aus, was man meiner Meinung nach, sehr gut an der Verblassung der Farbe und der dezenten Veränderung der Konsistenz nachvollziehen kann.
Den Gelben scheints jedenfalls bestens zu munden...Unser Fazit: Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein sehr gutes Produkt, das man bedenkenlos weiterempfehlen kann, und mit Verlässlichkeit den steten Weg in unsere Futtertonnen finden wird. Full Pull Nero Squid - du hast 2 Freunde mehr...
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