Montag, Februar 25, 2019

Welcome 2019!

Jojo, so schnell kann´s gehen. Nun haben wir schon wieder den 25ten Februar und das 2019er Jahr ist in vollem Gange. Fischereitechnisch gibt es erwartungsgemäß in den winterlichen  Monaten keine besonderen Sensationen, denn die Zeiten wo ich mir selbst bei Minusgraden den Arsch am Wasser abgefroren und noch dazu meist einen Scheissdreck gefangen habe, sind lange vorbei. Nein, in Anbetracht der persönlichen Wertlosigkeit, tu ich mir das nicht mehr an. Vor Mitte/Ende März sieht mich kein Rüssel. Aber lange ist´s ja nicht mehr bis dahin und wenn ich so beim Fenster raussehe, weiß auch Mutter Natur, dass es nicht mehr allzu lange dauern kann, bis der Frühling endgültig den Winter verdrängt. Mental bin ich schon bereit, keine Frage. Tjo, nichts desto trotz roll ich mich über die kalte Jahreszeit nicht bärengleich in meine Höhle und so stehen die Zahnräder des eigenen Motors natürlich niemals still. Also was ist die letzten 4 Monate so passiert? Ganz besonders freut mich natürlich die Tatsache, dass ich es als österreichischer Schluchtenpygmäe auf die wohl legendärste Seite im Dynamite Baits Export Katalog geschafft habe. Das ist schon eine Ehre, der ich mir durchaus bewußt bin...
THE SOURCE - what else? :)Jop, den Jahresbeginn haben wir diesmal nicht in fernen Ländern verbracht, sondern in den heimatlichen Wäldern ausgesessen, was für die innere Batterie wohl um Welten vorteilhafter ist, wenn man wirklich runterkommen will... Klarerweise wurden wie jedes Jahr einige Messen besucht, wo ich mit meinem aktuellen Vortrag "STILL REAL" wieder den einen oder anderen Lacher provoziert habe.Vielen Dank an dieser Stelle wie immer ans zahlreiche und interessierte Publikum und ich verspreche, dass ich mich nicht bessern werde. Ebenso habe ich es geschafft, dass mein stählerner Körper, wenn auch nur von hinten, vom Cover des Spirit of Fishing Eventmagazines herunterlacht, worin ich mit einem Artikel bzgl. meiner südafrikanischen Fischerei vertreten bin... Abseits und ja, vor allem abseits des Angelzirkus hat sich natürlich auch einiges getan. Neben meinen florierenden Käferzuchten, bin ich nun auch auf den Geschmack der Ameisenhaltung gekommen, worauf nun 3 verschiedene, noch kleine Kolonien bei mir zuhause wohnen und sich prächtig entwickeln. Das Beobachten eines perfekt funktionierenden Systems staatenbildender Insekten ist derart faszinierend, dass es vermutlich nicht die letzten Stämme sind, die ich eingezogen habe. Ich kenne mich :DAnfang Februar wurde mir dann die Ehre zuteil, mit der österreichischen Speedsurf- u. Photo-Legende Stefan Csaky eine Fotosession im Wald zu zelebrieren, aus der einige wirklich geile Bilder von mir entstanden sind. JOJOOOO, inwieweit dies mit meiner Fresse eben möglich ist. BIG THX an dieser Stelle an den Csaky-Buam für den absolut fetten Output! Check it out -> http://www.csaky.at/Nebenbei wurden im Winter natürlich obligat einige Survival-Sessions abgehalten, Fallen- und Wildbretverarbeitungskuse besucht und die persönlichen Bushcraft-Skills weiter ausgebaut. Wissen ist Macht, was einem bei derartigen Beschäftigungen immer wieder brühwarm vors Auge geführt wird. Angst ist keine Tugend... Aber gut, das ist alles nichts Neues. Was wirklich neu ist, ist die Tatsache, dass ich seit rund einem Monat schwerstens vom traditionellen, intuitiven Bogenschießen angefixt bin, was ich schlussendlich meinem ewigen Sk8Bro Forstl zu verdanken habe, der mich bei meinem Start schwerstens unterstützt hat. Ich glaube, der war einfach froh, einen Narren gefunden zu haben, der genauso erledigt ist wie er selbst und brutalst auf diesen ultimativen Sport reinkippt. So verbringe ich nun jede mögliche freie Minute am 3D Parcour und versuche von der Gummihyäne bis zum kapitalen Rothirsch alles zu erlegen, was nicht flüchten kann, hehe... Meine Lernkurve zeigt steil nach oben und ich kann mir im Moment kein geileres Gefühl vorstellen, wie das TOCK im Center Kill eines anvisierten Zieles. Viele Jahre habe ich mich schon mit dem Gedanken gespielt, in den Bogensport einzusteigen, aber aus unerklärlichen Gründen ist es nie wirklich dazu gekommen. Aber jetzt bin ich da, habe Blut gerochen, bin hungrig und böse im Kommen. Genau Meins. Möge die dunkle Macht auch in diesem Bereiche mit mir sein. So, das war es vorerst mit allen News im neuen Jahr und ich freue mich jetzt schon, wenn es wieder heißt:
HANG LOOSE & TIGHT LINES
GreeeeZ
Sludge

Freitag, November 30, 2018

Immortal!

Da gibt es so Momente im Leben. So ganz bestimmte Momente, welche so unglaublich sind, dass sie selbst für einen Hollywood Blockbuster zu direkt wären. Zu fantastisch. Aber wer das Leben und vor allem die Fischerei kennt weiß, dass hier solche Aktionen möglich sind, auch wenn manche ihr ganzes Leben darauf warten. Glücklicherweise muss ich nicht mehr davon träumen, denn bei mir war es vor nicht allzu langer Zeit soweit. Unglaublich, aber so steht es geschrieben...Wie auch jedes Jahr stand unsere traditionelle Halloween Session auf dem Programm und bereits im Vorfeld waren wir wie immer ultimativ motiviert. So motiviert, dass selbst ich als König der faulen Schweine bereit da zu war, einen Monat lang jede Woche ans Wasser zu fahren um die Rüssler zu füttern. An die Spots zu binden. Zu domestizieren. So jedenfalls in der Theorie. Der Tintifax und ich haben das jedenfalls durchgezogen und sind schlussendlich am 27.10.2018 für die kommende Woche am Wasser angetreten, um unsere Saat zu ernten. Der erste Abend am Skelettwasser stand ganz im Zeichen einer fetten Geburtstagsfeier zweier Angelkollegen, wodurch kristallklar war, dass wie die erste Nacht nicht fischen würden. Mit einem dezenten Schlegel in der Marille angeln wir nicht. Das ist der Kodex. In erster Linie unverantwortlich den Tieren gegenüber, mag ich mich des Nächtens auch nicht mehr von der Liege bewegen, wenn ich die 1 Promille Grenze überschritten habe, was ohnehin sehr selten vorkommt. Beim Fischen schon gar nicht. Der Abend war äußerst lustig, wir feierten bis spät in die Nacht und nicht nur einmal fiel der Name eines Fisches, welcher das ganze Jahr schon nicht mehr gefangen wurde. Gandalf! An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass wir bei unserer letzten Sitzung im 2017er Jahr einen Pot ins Spiel gerufen haben, welcher an denjenigen überreicht wird, der als erster die 30kg Marke an unserer Lacke überschreitet. Früher oder später musste es einfach so weit sein. Und Gandalf war einer dieser wenigen Kandidaten, der jetzt im Herbst diese magische Grenze knacken konnte. Wenn er denn noch existierte. Das zickige Phantom. Die graue Eminenz. Gandalf.Da Alkohol bekanntlich die Zunge lockert, habe ich des Öfteren an unserem feuchtfröhlichen Abend kundgetan, dass ich ja jetzt gezielt auf Gandalf fische, weil ich ja den Pot und vor allem die Unsterblichkeit wohl am meisten verdient hätte. Aber gut, dass haben alle anderen auch gesagt. Mehrmals. Weil wir ja ohnehin wussten, dass die Chance auf genau den einen Fisch aus dieser Höllenlacke dermaßen gering war, um derlei Ansagen auch nur im geringsten ernsthaft werten zu können. Irgendwann war dann plötzlich der nächste Morgen da und wir haben uns dran gemacht, unsere 6 Fallen scharf zu machen. Viel gefackelt wurde da nicht, denn ich musste mir nicht mal Gedanken um meinen Köder machen. Für mich war klar, welche Kombi sein musste. Für Experimente war es zu spät in der Saison. 20 mm Source Sinker, gepaart mit einem 15mm Butyric C Popup oder Dumbell und ab an die gefütterten Spots in 2,5m,4m und 6,5m Wassertiefe. Tjo, was soll ich viel um den Brei plappern? Um etwa 15Uhr waren alle Montagen platziert und um 22 Uhr ist die erste Mühle gelaufen. Meine in 4m Tiefe. Eine kurze brutale Flucht und schon ist mein Gegner im dichten Kraut vergraben gewesen, dass wir ohne Action bis zum Fisch fahren konnten. Und dort wart Ruhe. Wie am Friedhof. Whaaaaaa. War der weg? Nachdem über die Rute nichts mehr zu holen, meine Leadcore-Schleife aber bereits über der Wasseroberfläche zu sehen war, gab es jetzt 2 Möglichkeiten. Entweder war das Tier bereits lange ausgestiegen oder es stand da noch immer unmittelbar vor mir im Kraut und regte sich keinen Millimeter. OK. Kurzerhand bin ich an meiner Leine entlang mit der Hand ins Kraut gefahren bis ich auf einmal einen glatten Leib spüren durfte, der sich da offensichtlich rund einen halben Meter unter der Oberfläche befand und ganz langsame Bewegungen machte. Uhhhh jo, der Fisch ist noch dran. Vorsichtig habe ich den Krautteppich vor mir gelüftet, um dann ohne dicke Faxen gleich mit dem Kescher drunter zu fahren und das Rüsseltier mitsamt dem Planzenwirrwarr einzunetzen. Der Tintinger hat den Kescherstab fixiert und ich habe mit beiden Händen alles vor mir in die Maschen geschöpft, um auch gar nichts mehr zu riskieren. Als dann plötzlich eine fette Schwanzflosse noch etwa 50cm außerhalb des Kescherrandes in die Höhe kam, wussten wir, dass wir noch achtsamer sein mussten. Monster. So viel war mal klar. Bamm. Dann war er im Netz. Komplett. Und nachdem ich die ganzen Stengel und Blätter entfernt hatte und auf den absolut breitesten Karpfenrücken meines Lebens starren durfte, hab´ ich die Welt nicht mehr gepackt. Ist das Gandalf?Retour an Land war es klar. Er war es. Mit 31,7 kg geistesgestörten Kilos. Der erste Ablauf. Der erste Fisch der Session. Der erste Fisch meines Lebens über 30kg+. Der erste jemals gefangene 30er am Skelettwasser. Momente, mit Gold nicht aufzuwiegen...Da brauchst du nichts mehr sagen, außer DANKE! Danke an Dynamite für diese ultimative Waffe THE SOURCE! Danke an die ganze Skelettcrew, die sowas überhaupt erst möglich macht. Danke an meinen langjährigen Angelbro Gerold Paul aka Tintifax für den steten Support am Wasser und DANKE ans dunkle Karma, welches die Unsterblichkeit dem Richtigen geschenkt hat, hehe 😉

HANG LOOSE & TIGHT LINES
Cheeers
SKELETON KING SLUDGE

btw. Es ist eine andere Geschichte, dass wir in den folgenden 5 Tagen nur mehr einen Drücker gehabt haben, der dem Tintinger aber nebenbei auch dessen Wasserrekord vernichtet hat. Mit 2 Fischen mit einem Durchschnitt von 28,8kg kann man trotzdem mit einem dezenten Grinser die Heimreise antreten :DAbgefahrenerweise haben wir bei dieser Aktion sogar die Cam dabei gehabt und somit war es mir möglich, auch ein paar bewegte Bilder zusammenzurotzen. Viel Spaß mit IMMORTAL :D

Montag, Oktober 01, 2018

Skeleton Highlighter!

Nachdem ich ja aus Südafrika karpfenlos heimgekehrt war, ging es nach einer kurzen Regenerationsphase direkt ans Skelettwasser, um meinen Durst nach dicken Rüsselfischen möglicherweise an meiner Heimlacke löschen zu dürfen. Dass sich das nicht immer als ganz so einfach herausstellt, bezeugen meine zahlreichen Blanknächte, die ich dieses Jahr bereits kassieren durfte. Der Sommer war sehr lange heiss, brutal und trocken, worauf wir uns als Vereinsgemeinschaft dazu entschieden haben, während der Hitzeperiode komplett auf das Angeln und vor allem das Füttern zu verzichten. Ob das nun Sinn macht oder nicht sei dahingestellt, aber schaden konnte es dem Gewässer sicherlich nicht. Mit diesem Wissen bin ich dann eben angetreten und habe meine klassischen Fallen gestellt, was mir als König der faulen Schweine ohnehin nicht gerade mit unangenehmen Gefühlen einherging. Rund 12 Stunden hat´s dann auf einmal nur gedauert, bis ich das erste herrliche Spiegelschwein einnetzen durfte. JAWOI - das war schon mal ein vernünftiger Anfang und ich war bereits jetzt mit mir im Reinen. Was da noch folgen sollte, konnte ich zu diesem Zeitpunkt natürlich nicht mal ansatzlos erahnen... Denn bereits wenige Stunden später lief der nächste Stock am nächsten Spot und ich durfte den ersten Schuppler der Session einnetzen. Und dann ging es lustig weiter. Uhrzeiten, Tageslicht, Windwechsel, Wassertiefen, ein eskalierender Luftdruckrollercoaster. Alles egal. Meine drei Spots in 2,5m, in 4,5m und in 7m locken ein
schwimmendes Getier nach dem anderen in die Falle und ich darf mich sogar über eine äußerst gute Schleie freuen. Meine Erste überhaupt auf dem Wasser. Unfuckinpackbar. Den einzigen Wermutstropfen, den ich zu schlucken hatte, war die Tatsache, dass ich alleine am Wasser war und die Fischerei ohne Partner an solch einer flüssigen Prüfung wahrlich zum Kampf mutieren konnte. Klarerweise habe ich auch Fische in Holz und Kraut verloren, welche ich unter Umständen mit dem Tintifax doch bekommen hätte. Tjo, so war es eben. Aber ich habe so schnell nicht aufgegeben und die Fallen mußten raus, wenns schon mal alle heiligen Zeiten läuft. Abheben, solange es geht... Nach 48 Stunden war ich körperlich schon eher im Grenzbereich, denn Schlafmangel, die mentale Geisselung des 17fachen Neumontierens und das unzählige euphorischen Ablegen der Montagen zollten langsam aber sicher ihren Tribut. Und wenn man dann ohnehin schon erledigt ist, die ganze Aktion eigentlich nicht mehr zu toppen scheint, fährt dann noch der schwerste Fisch der Session ein und ich darf mich über einen Spiegelfisch jeneseits der 20kg+ freuen... Danke, ich hatte fertig. Nach dem Abbilden und dem Releasen des Spiegelschweins habe ich äußerst kommot meinen Tand gepackt und bin nach Hause gefahren. Mit lässigem Ellenbogen aus dem Fenster und einem fetten Grinser in der Fresse. So einfach kann´s dann plötzlich sein. Selbst hier am Endgegnerwasser. Bis zur nächsten Blankorgie, wo du wieder alles in Frage stellst, was du jemals zu wissen geglaubt hast. As it ever was..
HANG LOOSE & TIGHT LINES
GreeeZ
Sludge

Samstag, September 01, 2018

QAPHELA - FULL MOVIE!

Donnerstag, August 23, 2018

Roadtrip Südafrika!

Retour aus Afrika! Wie auch jedes Jahr versuchen wir auf diversen Reisen ins nähere oder fernere Ausland unseren mentalen Horizont zu erweitern, was bekanntlich durch den Besuch fremder Länder durchaus gewährleistet scheint. Geschadet hat es zumindest noch nie. Nach dem Abwägen unterschiedlicher Destinationen was Klima, Randbedingungen und persönliches Interesse betraf, fiel diesmal die Wahl auf Südafrika. Fette wilde Tiere, eine atemberaubende Landschaft und halbwegs angenehme Temperaturen in den Monaten Juli und August versprachen einen Trip, den wir so schnell nicht vergessen sollten. Daheim war es aufgrund der quälenden, nagelnden Hitzeperiode ohnehin nicht auszuhalten...OK, das konnten wir im Vorfeld natürlich nicht riechen, aber somit fiel es nicht sonderlich schwer, bei gefühlten 50°C im Schatten in Wien in den Flieger zu steigen, um nach einem kurzen Zwischenstopp in Zürich 10 Stunden später in bei traumhaften 20°C in Johannesburg zu landen. Schnell war der rechtsgesteuerte Mietwagen abgeholt und schon durfte es im lustigen Links-Verkehr Richtung erste Station, Deneysville, gehen. Da es mir nicht wirklich möglich ist, diese Eindrücke auch nur annähernd in Worte zu fassen, werde ich diesmal einfach ein paar Bilder unserer Reise dalassen, ohne viel um den heissen Brei rumzureden. Weniger ist oft mehr... Wer mich kennt weiß, dass ich natürlich keine Reise ohne Angelstock antrete und so habe ich jedes Mal, wenn sich die Möglichkeit geboten hat, meine Fallen in diversen Wasseransammlungen versenkt, um südafrikanisches Schuppenwild ans Band zu bekommen. Die Hauptprüfung bestand wie so oft aus der intensiven Suche nach zugänglichen Stellen, was sich auch hier am südlichen Ende des Kontinents als wahrlich kein Honiglecken herausstellte. Zusätzlich zu dichtem Uferbewuchs, schwer schlammigen Ufern und nicht mal der rudimentärsten Möglichkeit in die Nähe manches Gewässer zu kommen, ist in dieser Ecke der Welt noch mit anderen netten Gesellen hauszuhalten. Die tödlich reale Gefahr von massiven Nilkrokodilen und ultimativ aggressiven Flusspferden ist allgegenwärtig und so muss dieser Aspekt bei der Swimsuche ebenfalls in Betracht gezogen werden. Dort wo es für uns kommot zu sitzen ist, ist es auch äußerst angenehm für die dezenten, urzeitlichen Reptilien, um sich in der Sonne zu suhlen oder im seichten Wasser auf ideale, österreichische Opfer-Pygmäen zu warten. Mit 75kg Kampfgewicht, rangiere ich in etwa in der Kategorie Impalabock oder junges Kudu. Ein lächerlicher Snack sozusagen... Logischerweise ist man ohne Boot durch erläuterte Rahmenbedingungen ziemlich eingeschränkt und so muss man eben dort sein Glück versuchen, wo einem der Tod nicht unmittelbar auf die Schulter klopft. Im Fernsehen ist immer alles gut und schön, aber wenn du selbst mal den Atem der Tatsache spürst, ganz unten in Nahrungskette rumzukrebsen, sieht die Geschichte schon anders aus. Nein, Held sollte man hier keinen spielen. Das ist eben nicht Mitteleuropa und so ein halbverhungertes Weißbrot mit der Reaktions- u. Fluchtgeschwindigkeit eines beinamputierten Chamäleons wie ich, tänzelt hier ständig im Rachen des Untergangs. Eiskaltes Wasser, Nachttemperaturen um die 5°C, brutale Fließgeschwindigkeiten im zugänglichen Fluss, orkanartiger Wind, 2m hohe Wellen am Meer und meine offensichtliche Ahnungslosigkeit der Örtlichkeiten vervollständigten meine Ausredenkette, warum ich wieder mal so gut wie nichts gefangen habe. Jaja, verdammt hartes Brot... Von Deneysville ging es jedenfalls über Vryheid Richtung Süden, um ein paar Tage am Meer und in den Wetlands in und um St. Lucia zu verbringen. Danach zog es uns wieder gen Norden , wo eine Durchquerung des Krüger-Parks fast zur Pflicht wird. Es war wirklich beeindruckend, fast all unsere Landgiganten in freier Wildbahn bebachten zu können, in dieser Umgebung über die Piste zu rollen und zu spüren, dass es noch echte Wildnis gibt. Echtes Leben von Fressen und gefressen werden. Unendliche Weiten, atemberaubende Farben der Natur. Survival of the fittest. So hart, so direkt, so ehrlich... Den Krüger im Buckel ging es nach einem 3tägigen Zwischenstopp in Hoedspruit, wo es mir endlich möglich war, meine ersten Südafriker zu fangen, nach Tzaneen, um in tropischem Flair die letzten Tage zu verbringen. Nach all der sandfarbenen Steppe und Trockenzone war der gurgelnde Bach inmitten feuchtgrüner Vergetation eine optische Abwechslung der Sonderklasse. Ein Nachmittag am nahegelegenen Tzaneen-Dam war dann angeltechnisch leider wieder nicht Erfolg gekrönt, was mich aber nach dem Fang der drei afrikanischen Welse nicht mehr sonderlich berührte. Jaja, wer fernab der eigenen Komfortzone auf den Lucky Punch des fremden Universums hofft, lernt mit Demut schnell umzugehen... Trotz aller Unkenrufe sind wir ohne nennenswerte Kollateralschäden oder Gliedmaßenverluste gut durchgekommen, haben ein beeindruckendes Land erlebt, die Schönheit und Härte der freien Wildbahn gerochen und wieder mal reflektiert, was wir nicht für Glück haben, auf der Butterseite des Planeten leben zu dürfen. Und noch dazu so gut situiert zu sein, um solche Trips finanziell und gesundheitlich überhaupt bewerkstelligen zu können. DANKE!
Selbstverständlich habe ich auch wieder den Camcorder mitgehabt und wer sich den Spaß auch in bewegten Bildern geben will, kann dies gerne mit QAPHELA tun. Hier ein kurzer Trailer, der vielleicht Lust auf mehr macht. Wenn nicht, dann tuts mir leid um die Minute, die ihr vergeudet habt. NICHT! :DHang loose & tight lines
GreeeeZ
Sludge