Montag, Juli 20, 2015

Candy June!

Nachdem der Mai ja durchaus als äußerst befriedigend anzusehen war, konnte trotzdem nichts die Tatsache trüben, dass insbesondere an der guten, alten Hollywood-Grube die Bisse deutlich weniger wurden und die daraus resultierenden Saugprobanden auch nicht gerade in die Riesenkategorie fielen. Die Buschlacke konnte vorerst ausser Acht gelassen werden, da die aufkeimende Anzahl an humanoiden Badegästen und schwirrenden Blutsaugern ein Maß erreicht hatte, welche von mir nicht mehr ohne die Gefahr einer platzenden Carotis weggesteckt werden konnte. Oder besser gesagt, wollte...Die äußeren Temperaturen trugen auch nicht gerade positiv zu weiteren Erfolgsserien bei, denn Hitzeperioden jenseits von Gut und Böse schienen den Rüsslern auch die Mäuler zu vernageln. Mein obligates Monstersystem kam an seine Grenzen. Das war nicht mehr von der Hand zu weisen. Es musste was passieren. Nur was? Einfach andere Spots anfischen? Andere Rigs? Eine andere Fütterstrategie? Nein, das hatte ich natürlich schon hinter mir und es brachte nicht die massive Veränderung, wie ich sie mir herbeigewunschen hatte. Soll ich tatsächlich auf die fischige 26er Source-Murmel verzichten und was komplett anderes an die Mühle hängen? Pfff, ich war mir nicht wirklich sicher. Was hatte ich allerdings zu verlieren? Ganz genau. Nichts. Also wurde über den eigenen Schatten gesprungen und eine Kugelsorte aus dem Talon gefingert, welche ich schon zu lange vernachlässigt hatte...Ich weiß nicht genau, wie lange es her war, dass ich einen hellen, süssen Köder am Schotterloch aufs Haar gezogen habe, aber es mussten Jahre sein. Noch dazu garniert, mit einem mehr als auffälligen Pineapple Popper, der mir in anderen Gewässern schon des Öfteren das Notschwein ans Band gezaubert hatte. Hier allerdings noch nicht wirklich oft. Ohne horrenden Erfolgserwartungen habe ich dann die Candy-Fallen an die obligaten Spots geschnalzen und trotzdem aufs Wunder gehofft. Keine zwei Stunden musste ich warten, bis zum ersten Mal ein Abnehmer gefunden war. JOOOOOO! Und gleich mal ein vernünftiges Schiff. Alter, damit hatte ich nun wirklich nicht unmittelbar gerechnet. Glück? Standen die Sterne günstig? Allein der Köder konnte es ja nun tatsächlich nicht ausmachen. Oder doch? Lag ich mit meinem Gefühl so falsch? Es schien so, denn in der Nacht ging der Spaß weiter und der nächste Zweisteller fand seinen Weg in mein Landenetz. Bist du gestört - war es zum Schluss doch die weißgelbe Schoko/Kokos/Ananas Kombi? Am darauf folgenden Tag wurde mir der Unglauben dann richtig geraubt, denn es ging einfach kontinuierlich voran. Wie wenn es nie eine Bissflaute gegeben hätte. Unpackbar. Schwein auf Schwein ging in die Falle und jetzt wußte ich wirklich, dass ich im Moment den heiligen Gral der Köderwahl gefunden hatte. Wer hätte das gedacht...Die kommende Nacht war komplett ruhig, was mir in Anbetracht der zahlreich abgelichteten Saugdeppen nicht gerade unangenehm war. Alter Schwede. Was war da nur abgegangen. Ultimativ motiviert habe ich dann morgens wieder meine Wunderkombi zelebriert und den vermeintlich neuen Dickfischbringer gegen den Horizont geblasen. Doch nichts passierte. War es das gewesen? Hatte ich genau mit dem richtigen Köder am richtigen Spot zur richtigen Zeit das Fangfenster erwischt? Es sah ganz so aus. Gegen Mittag musste ich dann meinen Tand packen, denn der Haufen Arbeit, den ich noch für die Schule bewerkstelligen sollte, machte sich schließlich auch nicht von alleine. Gesagt, getan. Nachdem alles außer Ruten und Kescher in der Karre verstaut war, ging auch der erste Stock ins Futteral schlafen und ich hatte mit einem fetten Grinser in der Larve die Session bereits mental abgeschlossen. Und wie ich so zum finalen Rauskurbler der letzten scharfen Waffe schlendere, ernte ich zwei dezente Pieper von Kollege Delkim, welche mich noch ein paar zusätzliche Sekunden ausharren lassen. "Kumm - an homma imma no gfaungt!". Kaum habe ich die magischen Worte in meinem Geiste zu Ende geformt, kriecht der Hanger zeitlupengleich Richtung Blank und ein langsames Tacken der Rollenbremse spricht die Sprache des folgenden Ablaufs. Ich hebe ab, lasse meine Beute in die Krümmung des Angelstocks laufen und weiß ansatzlos, dass da jetzt ein Schiff eingestiegen ist. Sprichwörtlich in der letzten Sekunde. Der Fight beginnt und nach 25 Minuten Kampfphase ist es Gewissheit. Da steht jetzt mein dritter Hollywood Ü20er erledigt in den Keschermaschen. MUAHAHHAHAHA! Der Candy-Snowman ist mein neuer Freund. Was für eine abgefahrene Scheisse... Ich brauche wohl nicht extra erwähnen, dass ich es kaum ausgehalten habe, endlich wieder ans Wasser zu kommen, um meinem frischen Köder-Amigo erneut Auslauf zu bieten. Kaum waren erneut ein paar Tage freigeschaufelt, bin ich schon wieder an den Hollywood-Ufern gesessen, während die weißgelbe Macht am Gewässergrund auf ihre Abnehmer lauerte. Keine Gedanken habe ich im Moment an die Buschlacke oder die Skeleton Bay verschwendet. DA musste man jetzt sitzen. Und da konnten mich auch 38°C im Schatten nicht davon abhalten. Scheissegal, ob´s mir die Birne wegglüht oder ich kochende Limonaden saufen durfte. Der Fangrausch ist gefährlich. Das war nichts Neues. Aber was tut man nicht alles, wenn man glaubt. Mit der Lässigkeit im Nacken habe ich weiter abgehoben, denn wie es schien, war die Magie der Kokoskugel nach wie vor ungebrochen...Gegen Abend kam Wind auf, dunkle Wolken zogen übers Firmament und ich spürte, dass es gut war. Im Urin, im nussgroßen Gehirn und in meiner dunklen Seele. Überall. Das waren die Zeichen, die man zu deuten hatte. "Sturmsluuudsch" hallte es durch meine Synapsen. Wo war nur der prasselnde Regen? Das bösartige Gewitter? Die Weltuntergangsszenarien? Nichts geschah. So flink, wie die aufkeimende Luftbewegung gekommen war, so schnell war sie wieder vorbei und ich war nun doch ein wenig verwirrt. Tja, man konnte nicht alles haben. Gerade noch im Strudel der Enttäuschung verloren, muss ich plötzlich vom Stuhl springen, um den nächsten Vollhub zu gutieren. GONG! Und schon ist der Knüppel krumm, die Leine fetzt von der Rolle und ich habe alle Hände voll zu tun, der abziehenden Unterwassergewalt Paroli zu bieten. Bist du deppert! Was hat da jetzt meine Candy-Knolle eingesaugt? Nach einer geschlagenen halben Stunde weiß ich noch immer nicht, was da jetzt am Ende vom Band unbeirrt seine Bahnen zieht. Ich kann machen was ich will, bekomme ich das Untier nicht vom Grund weg. Keine Chance. Jetzt nur nicht das eingegrabene Drahtseil kassieren oder durch übertriebene Ungeduld den Schlitzer provozieren. Ruhe bewahren und beten, dass alles glatt läuft. Mehr kann ich im Moment nicht tun. Trotz erhöhtem Adrenalinspiegel und freudiger Erwartung eine wirklich angespannte Situation. Gefühlte Ewigkeiten vergehen, bis das Überschiff erstmals mit einem gewaltigen Schwall die Oberfläche durchbricht. WHAAAAAA! MONSTERALARM! Bitte jetzt keine willenlose Aktion. Wenn mir der jetzt noch aussteigt, ertränke ich mich ansatzlos im halben Meter tiefen Wasser, welches meine Uferpartie säumt. Bange Minuten vergehen. Doch das Eisen hält und die Unkenrufe verstummen ansatzlos, als ich den massigen Schuppenkörper beim ersten Versuch einnetze. Wortlos starre ich in die Maschen, während mein Geifer auf der breiten Rücken der Bestie klatscht. Mit Abstand jenseits der epischen 20kg Grenze darf ich das drittschwerste Rüsselschiff meines Lebens in die Kamera halten. Keine drei Wochen nach dem letzten Überschwein. Nein, mehr ist an dieser Stelle nicht zu sagen. Ein legendärer Moment. Ich war wortlos fertig mit der Welt...  Eine Woche später gings dann bei gar nicht sommerlichen Temperaturen gemeinsam mit meinem nordgermanischen Amigo Chris erneut an die heimatliche Lacke, wo wir dann drei Tage lang versuchten, das nächste Monsterschwein abzuschöpfen. Tjo, doch Fischen ist kein Wunschkonzert, meiner Kokoskugel war scheinbar die Macht entschwunden und somit konnten wir trotz zahlreichen Abläufen kein wirkliches Übertier auf meiner Matte begrüßen. Das Retourwechseln aufs Source-System brachte auch nicht die erhofften Wunder, aber nichts desto Trotz waren es äußerst lustige und erfolgreiche Tage, wobei ein Ghostie von Chris, ein Doppelrun und die erste Schleimgeburt seit Langem bei mir, unsere fischigen Highlights bildeten. Wichtig war vor allem, dass der Germane seine ersten Schluchtensauger auf dem Fangkonto hatte...Ja und jetzt wird in naher Zukunft mit Sicherheit des Öfteren der Candy-Schneemann zum Einsatz kommen, wenn das obligate Monstersystem versagt. Soviel ist schon mal gewiss. Wenn mir nämlich irgendwer im Vorfeld erzählt hätte, dass ein schlichter Hakenköderwechsel solche Fangwunder vollbringen kann, wäre ich vermutlich mental abgedriftet und hätte derartige Geschichten dem Reich der Utopie zugeordnet. Tja, so kann man sich eben täuschen. That´s fishing...
Hang loose & tight lines
Sludge 

Sonntag, Juli 19, 2015

EAGLEPUNX - alpha !

Mittwoch, Juni 03, 2015

Die Mai-Abrechnung!

Der Wonnemonat Mai. Jaja, schon ein Besonderer. Warum? Weiß ich doch nicht. Vielleicht weil er nach dem Apil und vor dem Juni kommt. Möglicherweise, weil er der fünfte Monat im Jahr ist. Was an der Zahl 5 jetzt außergewöhnlich sei? Alter, bin ich das Orakel von Delphi? Ich weiß nur, dass ich im April gut gefangen habe und dies im Mai nicht wesentlich anders war. An all meinen Gewässern, wo ich im Besitz einer Jahreslizenz bin, durfte ich diverseste Probanden der Saugkategorie in die Keschermaschen zwingen. Ob mit Erfahrung, guter Vorbereitung oder einfach nur saugestörtem Glück, sei mal dahingestellt. Der Maianfang stand ganz im Zeichen meines neuen Höllengewässers, wo der Tintifax und ich dank intensiver Sondierung im Vorfeld gleich bei unserem ersten Ansitz jeder seinen Rüssler abheben durfte. Da ich ja bzgl. Nahrungspräferenzen meiner neuen Spielkameraden nicht genau gewußt habe, worin wohl die Geschmacksprioritäten liegen, habe ich mich dazu entschieden, einen bunten gepimpten Mix an diversen Dynamit-Murmeln, -dumbbells u. -pellets (im konkreten Fall Source, Crave, Marine, Halibut, Sardine & Anchovy u. Banana Nut Crunch) einzusetzen. Zusätzlich wurde der bunte Mix mit CSL Liquid und Silver X Feeder Groundbait verfeinert. An diesem kulinarischen Zauber kann wohl kein Rüsselfisch vorbeischwimmen, ohne sicherheitshalber nachzusehen, ob da nicht für ihn was dabei wäre. Dem war auch so und die 20er Source Sinker/Popper Kombi hat gleich mal in der ersten Nacht direkt am Uferspot zugeschlagen. Kein Überschwein, aber ein geiler erster Fisch am neuen Wasser. Dass der Tintinger dann nach einem Verlorenen, noch einen 22er abgehoben hat, ist ein anderes Kapitel. Ein fettes Petri an dieser Stelle noch mal, Amigo! Das haben wir ganz gut gemacht ;)Nachdem mal auch dieses Einstandskapitel vorerst befriedigt abgeschlossen werden konnte, gings retour in den guten, alten Busch. Dort, sagt mir die Erfahrung, kann der Mai äußerst fangreich ausfallen. Oder auch nicht. Das ist jedes Jahr anders. Nichts desto Trotz bin ich mit einer gewissen Lässigkeit angetreten, habe das Bauchgefühl entscheiden lassen und habe instant gefangen. Einfach so. Ohne Firlefanz. Tja, auch das solls geben. Selbst bei mir. Und wenn ich schon mal beim Abheben bin, dann nütz´ ich das auch aus. Gnadenlos. Lange währt dieser Zustand ja ohnehin nicht. Warum das allerdings so ist, kann ich wieder auf keinen einfachen Faktor reduzieren. Das ist eben so. Zuviel Wissen macht mir Blasen im Kopf. Insbesondere beim Fischen. Ich geh einfach hin, stells mir gut vor und handle. Wer nichts weiß, muss alles glauben. Oder zumindest probieren :DVon der Jagd nach den Saugdeppen rudimentär gesättigt, hats mich dann wieder mal im feinen Finger gekitzelt und ich hab die Floatrute aus der Versenkung gezaubert. Meine 360er Shimano Float (10 -30gr), gepaart mit der gnadenlosen Stradic erschien mir als ideale Kombi, um bei vermutlich herrschendem Gegenwind auch mit schwerem Waggler antreten zu können. Die Entscheidung war genau richtig, denn die nette Brise blies mir am neuen Wasser genauso in die Fresse, wie ich es von Hollywood nur bestens kannte. Schwimmerfischen. Jawohl. Meines Erachtens die ursprünglichste Art des Angelns. Und so bin ich mit Mais und Krillpaste am Gerät angetreten, hab´ mein Grundfutter ebenso mit Krill Liquid und den gelben Körnern aufgemotzt und hab in den Tag hineingefischt. Ohne Erwartung und ohne Ziel. Einfach um des Angelns willen. War schon ziemlich geil, wie ich dann die ersten fetten Rotfedern abhaken durfte. Yes. Das hatte ich trotz Kugelbadens wenigstens auch noch nicht völlig verlernt. Dazwischen brauche ich das immer wieder. Genauso wie die Feederei. Apropos... auch schon länger nicht mehr betrieben ;)Nachdem auch das Match-Ego gestreichelt und der Buschteufel geritten war, konnte ich mich wieder in aller Ruhe auf die Hollywood-Grube konzentrieren. Was heisst konzentrieren. Hingehen, Monstersystem auf die Spots blasen, füttern und warten. Das Hoffen nicht zu vergessen. Diese Präpotenz wurde dann auch gleich ansatzlos mit einem Monsterspiegler gutiert und ich wußte, dass es gut war. Maul aufreissen, System zelebrieren und abheben. Muahahahaha. Wie im schlechten Film. Unpackbar...Nach ein paar netten Fängen an verschiedenen Tagen und Nächten wurden die Bisse allerdings seltener und die Fische kleiner. Das Monstersystem schien langsam aber sicher zu versagen. Nein, bitte nicht. Nicht in die Fluch-Phase. Gut, wenigstens fing ich noch. Wenn auch selten und dann auch nicht gerade von der Schwerfischfront. Bevorstehende Laichzeit? Ja, das muss es sein. Nur nicht nervös werden. An mir kann es ja nicht liegen, hehe. Bei der Glückscheisse, die ich im Moment an den Fingern kleben hatte, konnte ja nur was Anderes die Schuld bei ausbleibendem Erfolg auf sich geladen haben. Nichts desto Trotz musste was passieren. Langsam aber sicher hätte ich gern wieder mal ein richtiges Schwein auf der Habenseite gesehen. Ja, ich veränderte mein System. Verließ der Pfad der arroganten Selbstsicherheit und sprang über meinen Schatten. Und was dann passiert ist, ist so unpackbar, dass es ärger nicht sein konnte...
Hang loose & tight lines
Sludge

Dienstag, Mai 12, 2015

SH 22 - animal kingdom!

Sonntag, Mai 10, 2015

Backwater Basics!

Nein, beschweren darf ich mich wahrlich nicht über die bisherige Saison. Egal wann und wie ich welches meiner Gewässer befische, läuft die Leine von der Rolle. Im Moment scheint sprichwörtlich die Glücksscheisse an meinen Fingern zu kleben und ich könnte mich in meinem langen Anglerleben nicht erinnern, dass ich jemals so ein Frühjahr erlebt habe. Da spielt natürlich sicherlich die Tatsache mit, dass ich dieses Jahr doch etwas mehr zum Fischen komme, als das sonst üblich war. Und wie wir wissen, ist Zeit der beste Köder. Aber gut, soll nichts Schlimmeres passieren...Im Busch ist jedenfalls auch endlich der Frühling in voller Pracht eingekehrt, das frische Grün hat die desaturierten Farben des Winters absorbiert und die ersten Insektenschwärme schwirren dir ums Haupt. Jetzt geht es wirklich los, denn auch unsere beschuppten Kameraden unter Wasser wissen dank steigender Temperaturen, dass es an der Zeit ist, sich jetzt ordentlich die Wampe aufzufüllen. Die Laichzeit steht in naher Zukunft am jährlichen Plan und die verbrauchten Winterreserven müssen ja auch irgendwann kompensiert werden.
Und wenn nicht jetzt, wann dann? Der Vorteil, den ich mit Sicherheit am Buschwasser mein Eigen nennen kann, ist die jahrelange Erfahrung die ich mittlerweile hier am Buckel habe. Ich weiß ganz genau, wo in absehbarer Zeit die Seerosen die Wasseroberfläche durchbrechen, wo vermehrt dichtes Kraut ganze Abschnitte verdichtet und wo die brandgefährlichen Bäume im Wasser liegen. Und genau da musst du jetzt deine Fallen legen. Das mag nicht überall so sein, aber bei mir am abgeschlossenen Donau-Altarm ist das eben so. Diese Weisheiten habe ich natürlich schon länger in meinem Mentalfundus, was aber nicht unmittelbar bedeutete, dass ich auch immer abgehoben habe. Warum das so ist? Keine Ahnung. Die Saugdeppen spielen halt auch nicht immer so mit, wie ich mir das vorstelle. Gottseidank irgendwie. 2015 allerdings gehen meine Systeme voll auf und kann Fisch um Fisch in den Kescher bugsieren. Nach dem wahrlichen Monsterstart Anfang April ist es mir möglich, gleich beim nächsten Ansitz erneut mehrmals den zitternden Stock von den Banksticks reissen zu dürfen. Da waren zwar keine ultimativen Riesen dabei, aber vom Buffalo-ähnlichem Silberschuppler bis zum ganz seltenen Buschspiegler durfte ich wieder mal das breite Spektrum des Buschwassers inhalieren. Genau darum liebe ich diese Lacke so. Du weißt wirklich nicht, was da beim nächsten Ablauf an der Falle hängt.Doch das Wichtigste, um an derartigen Kurzdistanz-Gewässern zum Erfolg zu kommen, ist meines Erachtens das persönliche Verhalten am Ufer. Je leiser und unauffälliger ich mich verhalte, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, auch abheben zu dürfen. Jede unnötige Herumzappelei, 317maliges Auswerfen oder lautes Telefonieren senken proportional die Fangchancen. Da bin ich mir zu 100% sicher. Ich bewege mich nur, wenn es auch wirklich notwendig ist. Und wenn, dann nur so langsam und so leise, wie mir eben es als Schluchtenpygmäe möglich ist. Auch bin ich fest davon überzeugt, dass Tarnbekleidung und gedeckte Farben nicht nur geil aussehen, sondern sehr wohl auch der persönlichen Erfolgsquote zuträglich sind. Da können die Leute reden was sie wollen. Der Glaube ist meine mächtigste Waffe ;)
HANG LOOSE & TIGHT LINES
Sludge