Mittwoch, Juni 11, 2008

Westcoast Beauties !

Unbelievable. Angestachelt von meinem 10er vergangenen Sonntag, zog es "the Calm" natürlich sofort Dienstag ans Wasser, um mich möglicherweise zu übertrumpfen. Dazu hat es für ihn leider nicht gereicht, obwohl er dennoch 2 wirklich gute Fische gefangen hatte. Ein herrlicher 8,5er "Blackhead" und ein makelloser 7,2er Schuppler waren auf sein Konto zu schreiben und machen Lust auf mehr. Ein fettes TIGHT LINES an dieser Stelle für meinen Dad, der wieder mal gezeigt hat, daß auch er sich nicht lumpen lässt.Weiterhin wird von uns nach wie vor kein Satzkarpfen gefangen, was jetzt wohl oder übel auf unsere Futter-Taktik zurückzuführen sein muss. Es war bis jetzt scheinbar die richtige Entscheidung, fast ausschließlich Kugeln und große Pellets gefüttert, und auf Partikel fast gänzlich verzichtet zu haben. Dieses System hatte zwar eine lange Anlaufphase ( ca. 3 Monate ) benötigt, scheint aber jetzt endlich aufzugehen. Sehen wir, was der nächste Ansitz bringt...
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sludgE

Montag, Juni 09, 2008

Angriff der Killerschnecken & PB in SB !

Endlich wieder Wochenende. Endlich wieder Zeit am Wasser abzuschalten, um ein wenig Abstand von der hektischen, pseudohysterischen EM-Stimmung zu gewinnen. Und so kam es, daß ich, nachdem ich am Freitag im Posthof Linz mit meiner Band den oberösterreichischen Metalheads das Gehirn aus dem Schädl geblasen habe, am Samstag gegen Mittag nach Süßenbrunn aufbrach, um an einem, mit Sicherheit sehr ruhigen Wochenende, vielleicht den einen oder anderen Rüssler zu verhaften. Die Wetterprognose war nicht sonderlich gesüsst, aber wenn man was fangen wollte, mußte man da durch. Als ich jedoch am Wasser ankam, war es entgegen aller Erwartungen fast windstill, die Sonne heizte vom Himmel, und nur am Horizont trugen dunkle Gewitterwolken die Kunde vom eventuellen Regenguss. Gegen 18 Uhr kam auch dann der erste Biss, welcher mit einem schönen halbstarken Schuppler in meinen Händen endete. Jawohl. Das Blank war somit schon für diese Session eliminiert. Nun wurde es rund um mich immer dunkler, und ich brachte schon mal vorausschauend alle gefährdeten Gegenstände in Sicherheit. Als ich mich so umsah, musste ich feststellen, daß anscheinend urplötzlich die Schneckenwanderung eingesetzt hatte. Wo ich hinsah, bahnten sich gigantische Gehäuseträger ihren Weg durch die Landschaft. Ja, die spürten was. Die wußten wohl jetzt schon, daß bald eine fette Schnecken-Regen-Party abgehen würde. Dieser Umstand veranlasste mich, die Schoten noch etwas dichter zu machen, als sie ohnehin schon waren.Und dann kam der Wind. Böse. Stark. Unbarmherzig. Wieder mal frontal ins Gesicht. 5 Minuten später Platzregen. Tropfen wie Flipperkugeln. Schnell hatte ich mich ins Bivvy verzogen und wartete, bis die Hölle nachließ, was auch eine halbe Stunde später so passierte. Langsam aber sicher brach die Nacht herein, ich rollte mich nach einem herrlichen Eintopf aus Bohnen, Mais und Hirschwurst, in meinen Schlafsack und genoss die einsame Ruhe nach dem Sturm. Gegen 23:30 riss mich das erste Mal der Funkempfänger aus meinen Träumen, ich stolperte ins Freie, nahm die "laufende" Rute vom Pod und begann meinen Gegner auszudrillen. Der hatte sich die Sache vermutlich anders vorgestellt und zog mit einer gnadenlosen Härte links von mir weg Richtung Schilfgürtel. Ich musste Druck machen. Bremse zu und versuchen ihn zu zwingen, die Schwimmrichtung zu ändern. Scheisse. Irgendwie funktionierte das nicht. Und es kam , wie es kommen musste. Tschack. Weg. Ausgeschlitzt. Tja, was sollte man machen. Hätte ich nicht so viel Druck machen dürfen ? Hätte ich ihn gehen lassen sollen ? Aber dann wäre er schnurstracks ins dichte Schilf gezogen, und ich hätte auch keine Chance mehr gehabt. Müßig, weiter drüber nachzudenken. Also Montage mit neuer Kugel wieder an den Spot und abermals rein in den Schlafsack. 2:20 Pieeeeeeeeeeeeeeeeeeep ! Wieder werde ich um meinem Schlaf beraubt. Gottseidank. Deswegen bin ich da. Deja Vue. Kaum hab ich die Rute in der Hand, spüre die Kraft meines Gegenübers, zieht der Bursche auch schon wieder nach links weg, um im dichten Uferbewuchs Schutz zu suchen. Diesmal nicht. Nicht mit mir. Ich springe samt Trainingshose ins hüfttiefe Wasser und versuche einen anderen Winkel zum Fisch zu bekommen, um einen größeren Drillradius bewerkstelligen zu können. Keine Chance. Der Gelbe raschelt bereits 20 Meter von mir entfernt im Schilfgürtel. Im Kegel der Stirnlampe kann ich nur erkennen, wie meine Schnur mitten in den Schilfhalmen verschwindet. So, was mach ich jetzt ? Weiter vorwaten kann ich nicht mehr. Zu tief. Und zum Schwimmen mit der Rute in der Hand, um halb 3 nachts war ich auch nicht sonderlich motiviert. Also warten. Ein wenig Druck machen. Wieder warten. Wie ein Vollidiot stehe ich mutterseelenalleine, bis zu den Rippen mitten in der Nacht im Wasser, und starre minutenlang auf das Rascheln in den Halmen. Bis plötzlich der Widerstand weg ist und ich die Montage ohne Fische reinkurbeln kann. Damned. Wieder ausgestiegen. Abermals rolle ich mich in den Schlafsack, schließe die Augen und falle wieder ins Land der Träume. PIEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEP ! Ich fühle mich, als wären keine 10 Minuten seit meinem Einschlafen vergangen. Völlig paralysiert springe ich von der Liege. Erst jetzt bemerke ich, daß es im Zelt ungefähr 70°C hat und mir der Schweiß in Strömen vom Gesicht läuft. 8:35. Hellichter Tag und die Sonne knallt vom Himmel. Als ich aus dem Bivvy stolpere, gibt der Freilauf sicher schon 30 Sekunden lang Schnur frei und alles kommt mir äußerst anstrengend vor. Rute vom Pod nehmen, Spannung herstellen, drillen. Jawohl. Der ist gut und ich kann ihn dank ausgezeichneter Sicht am Tage führen, fast wie es mir beliebt. Muss nicht unnötig Druck machen, kann ihm Schnur geben, wenn er sie verlangt. Somit kann ich den Burschen problemlos ausdrillen und ihn schlußendlich über den Kescherrand führen. YES. Als er vor mir auf der Matte liegt, ist sofort klar: Mit Sicherheit mein Bester in SB ! Die Abwaage bestätigt dann auch meine Vermutung. 23lbs 6oz bei 81 Zentimetern. Muhahahahahahahahah - der erste 10+ in diesem Jahr. Ich bin überglücklich als ich den torpedoförmigen Schuppigen mittels Selbstauslöser auf die Speicherkarte meiner Cam bannen kann. Damit hatte ich nicht gerechnet.Wieder mal hatte die Richworth Mussel & Crab Murmel zugeschlagen. Um etwa 10 Uhr zogen wieder Wolken am Himmel auf und tauchten die gesamte Umgebung in ein seltsam anmutendes Farbspiel. Leichter Nieselregen. Kein Problem.Gegen 11:45 entschloss ich mich, mir einen guten Mittagscappuccino zu gönnen, und während ich so darauf warte, daß das Wasser endlich zu kochen beginnt, läuft plötzlich die 2te Rute ab. Full Pull H4 fischig. Als ich vom Sessel springe, stoße ich mit der Hüfte an die Tischkante und schütte mir die fast siedende Flüssigkeit übers Schienbein in den rechten Schuh. Whaaaaaaaa ! Keine Schmerzen. Nichts wie hin zur Rute. Bamm. Hängt. Allright - alles was jetzt noch kommt ist, nach dem erfolreichen Fang des ersten 10ers nur mehr Luxus und Draufgabe. Und siehe da. Keine 10 Minuten später liegt der nächste Schuppige vor mir auf der Matte. Unwesentlich leichter, aber doch um einiges kürzer. 20 lbs 8oz. Kugelrunder, feister 9er. Eine Schönheit von einem Fisch. Schnell wurden ein paar Fotos geschossen, um ihn sogleich wieder in sein Element zu entlassen. Der Hammer. Einfach geil.20 Minuten später kam auch noch meine Isa nach und genoss mit mir die wärmenden Strahlen der Junisonne. Selten hatte sie mich am Wasser dermassen glücklich erlebt. Kein Wunder bei solchen Fängen. Hehe. Im Laufe des Nachmittags hatte ich dann noch 2 Bisse, wovon einer mit einem kompletten Montageverlust durch die Muschelbank einherging, und der andere noch mit einem kleineren Halbstarken belohnt wurde. Ja, das war eine Session, wie ich sie mir vorstelle. 30 Stunden am Wasser, 7 Bisse, 4 Fische und davon der erste 10+ in SB. Was mag dieses Wasser noch für Schätze horten, die geborgen werden wollen ? Wir werden es hoffentlich früher oder später erfahren.
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sludgE

Dienstag, Juni 03, 2008

Rollercoaster Session or Windsurfin´ sucks !

Jawohl ! Die Schonzeit und die Tour mit der Band ist nun endlich vorbei, und ich kann mich gottseidank wieder auf die Rüssler-Jagd konzentrieren. Das wurde auch Montags, den 2ten Juni gleich in Angriff genommen und so blies ich früh morgens, mit meinem Dad gemeinsam, den Neustart in die Karpfensaison ein. Als ich für meine Verhältnisse äußerst zeitig am Wasser eintraf, war "the Calm" bereits eifrig am Fischen, und hatte in dieser Zeit auch schon einen halbstarken Schuppigen zu verbuchen gehabt. Na das nenn ich mal einen Start. Bei mir lief´s, wie zu erwarten war, vorerst mal gar nicht, und so musste mein Dad meine pessimistische Schwarzmalerei in vollen Zügen ernten, obwohl er überhaupt nichts dafür konnte. Sorry hier nochmal für meine nervende "Raunzerei". Und während ich so weiter dahinnörgelte, lief urplötzlich um 11Uhr vormittags eine meiner Rollen ab. "Na siechst! - du mit dein ständigen Raunzen" musste ich mir da schon gefallen lassen. Aber als eingefleischter Pessimist, wie ich einer bin, hatte ich natürlich mit einem "No isa ned heraussn" zu kontern, während ich die Rute vom Pod nahm, und den Fisch auszudrillen begann. Ja, das war vom Gefühl her kein Schlechter, der sich da die Richworth Muschel-Kugel einverleibt hatte. Doch wenn man immer das Schlechteste annimmt und auch erwartet, tritt es natürlich genauso ein, und der Gelbe stieg mir 10 Meter vom Ufer entfernt aus dem Bewerb. Aussteiger ! Na typisch ! "Endlich hob i amoi an Biss und daun steigt de Sau in der Schlussphase aus". Mein Blutdruck begann schon langsam, aber sicher, die brisante Marke zu übersteigen. OK. Ruhe bewahren, Köder wieder raus auf den Futterplatz und das Warten konnte von Neuem beginnen. Selbstverständlich wurde von mir weitergeraunzt, was das Zeug hielt. Keine halbe Stunde später schallte es aus einem, von Dad´s Bissanzeigern und wie nicht anders zu erwarten, hing der Bursche bombenfest und wurde problemslos ausgedrillt. Ein herrlicher kugelrunder 8,5er Schuppler, konnte nun in die Linse der Kamera gehalten werden, welcher somit, den bisher schwersten Fang von uns Beiden, an diesem Gewässer darstellte. Ein fettes Petri Heil noch mal an dieser Stelle. Bis 15 Uhr geschah eigentlich nichts mehr, die Sonne brannte vom Himmel und der extrem starke Ostwind blies mir weiterhin unbarmherzig frontal in die Fresse. Die Windsurfer krochen bei diesen Witterung natürlich aus ihren Löchern und gaben sich ein nettes Stelldichein auf der gesamten Wasserfläche. Es ist unglaublich, wie das Flattern der Segel einen angelnden Menschen derart aggressiv machen kann, daß er am liebsten Pflastersteine statt Boilies hinauskatapultieren mochte. Vor allem , wenn er nichts fängt. Bei dem scheiss Lärm während jeder Wende war es mir nahezu unmöglich, ruhig zu bleiben. Dad packte nun, sichtlich genervt von meiner ewigen Raunzerei, und mit 2 Karpfenfängen in der Hinterhand, sein Tackle und machte sich auf den Heimweg. Nichts da. Ich bleibe. Ich harre aus. Ich will meinen Fisch. Heute. Nicht morgen und nicht übermorgen. Am besten SOFORT. Und siehe da; kaum hatte ich meine kranken Gedanken zu Ende gesponnen, mir ausgemalt, wie riesige gnadenlose schleimige Tentakel, einen Surfer nach dem Anderen in die Tiefe zogen, schallte Musik an mein Ohr, und der Freilauf gab meterweise Schnur von der Rolle der Rute, deren Montage in etwa 70 Meter Entfernung am Plateau lag. YES ! Biss. Muhahhahaha. Jawohl ! Und wieder auf die Richworth Zauber-Muschel-Kugel. Und während ich so relativ sachte den Fisch drille, ihm kaum Druck aufzwinge, um nicht den nächsten Aussteiger zu provozieren, höre ich bereits von links ein bekanntes, immer lauter werdendes Flattern. In unmittelbarer Nähe . Und es kommt näher. Nein. Nicht jetzt ein Surfer. Durch das Dickicht des Schilfs kann ich trotzdem nichts erspähen und als ich anfange, wie am Spieß zu brüllen, wird es traumatische Gewissheit. Durch eine Lücke im Schilfgürtel gräbt sich ein leuchtend grelles Segel in meine Netzhaut. Surfer ! Killerspeed bei geschätzter 70kmh Windgeschwindigkeit. Vielleicht 30 Meter von Ufer entfernt. Während ich den Fisch am Band halte und mittels Rutenspitze unter Wasser versuche, das Unvermeidbare zu vermeiden, presse ich die letzten Kubikzentimeter Luft aus der Lunge. Und es passiert, was passieren muss. Murphys Law ... ich nehme wie in Trance wahr, wie mir der etwa 70jährige Junggebliebene, mit einer Haut wie Lederstrumpf, von links quer über die Schnur fährt...die Rutenspitze verneigt sich....piingggg. Die 0,33er Mono gibt kurzerhand auf und vermag nicht, den Mumien-Beachboy zu bändigen. Keine 10 Meter weiter muss er wenden und geht baden... Die Schnur ist ab. 15:40 Uhr. Ich scheisse einen fetten Haufen auf Muschel-Resistenz und Abriebfestigkeit. Das Verlangen nach einer sogenannten Piraten-Schnur steigt ins Unermessliche. Surfer - resistent ! Das wär doch mal was...kurzer Anflug von Wahnsinn...in meinem Gehirn laufen in Bruchteilen von Sekunden die Gedanken Wege, von denen ich bis dato nicht gewußt habe, daß ich solche besitze. Mit leichter melancholischer Musik im Denkapparat, stehe ich im gleissenden Sonnlicht am Ufer , während das nackte, amputierte Ende Schnur, von meiner Rutenspitze herab im Wind wachelt. Ich kann nichts machen. Stehe der Situation völlig ausgeliefert gegenüber. Unpackbar. Die Welt ist gegen mich. Und ich gegen die Welt. Etwa geschätzte 5 Sekunden nach meinem persönlichen mentalen Horror-Szenario, während des Ablaufs ich keinen Ton über die Lippen brachte, war es soweit. Eins konnte ich dennoch tun. Meinem Hass und meinem Frust Luft machen. Na das war doch schon mal was. Langsam kroch die Pergament-Figur wieder aufs buntbemalte, moderne und achso hippe Surfboard und versuchte mit ihren letzten Kräften das Segel aus dem Wasser zu zerren. Jetzt gings los. Breitbeinig am Ufer stehend, muss ich mit meiner Rute in der Hand im Gegenlicht ausgesehen haben, wie ein Recke aus den vordersten Reihen der Braveheart Front, während ich dem Windkuschler die ganze verbale Breite meiner sprachlichen Höllengallerie darbot. Mit den, in diesen Phrasen neu erfundenen Kombination hätte ich locker 2 neue Seiten im linguistischen Abschaum-Wörtebuch füllen können. Der mumifizierte Greis war offensichtlich über meine Sprache ein wenig erschüttert, denn er wußte nicht mal, worüber ich mich da , mit hochrotem Kopf so aufregte...weitere Gedanken zu verschwenden erschien mir in der Folge sinnlos. Ich musste neu montieren. Komplett. F*CK ! Aber ich war schnell. Verdammt schnell. Und als ich wieder bereit zum Auswerfen war, kroch der alte Surf-Crack noch immer in etwa 40 Meter Entfernung in meinem Wufradius am Board hin und her. Um ihm ein wenig Beine zu machen, lasse ich die Montage mit 3 Unzen Blei und Muschel-Kugel , gelangweilt wirkend, in seiner unmittelbaren Umgebung auf die Wasseroberfläche klatschen, lege die Rute aufs Pod, hänge den Swinger ein und öffne den Freilauf. 15:45. Ansatzlos und langsam wird die Schnur von der Rolle gezogen. NAAAAAAAAA! Der hat wieder mit irgendeinem Teil meine Leine gefangen. Und diesmal bin ich auch noch selber schuld. Damned. Was muss ich auch so knapp hinwerfen .... ich nehme die Rute lautstark schimpfend wieder von Pod, schließe den Freilaufbügel und schlage sicherheitshalber mal dezent an. Konnte ja sein, daß ich den Wahnsinnigen am Bein gehakt hatte. Wäre zumindest etwas. Doch plötzlich meldet sich die Bremse, die Rute verneigt sich und wieder wird, diesmal doch um einiges kräftiger Schnur abgezogen. Doch der Alte bewegt sich nicht vom Fleck. Jetzt zieht Der am anderen Ende nach links weg, und im selben Augenblick wird mir bewußt, daß ich doch tatsächlich einen Fisch drille. Muahahahahahahahhaha. Keine 5 Minuten später kann ich den, perfekt in der Unterlippe gehakten, kugelrunden 7,20er Schuppigen mittels Selbstauslöser auf die Speicherkarte meiner Digi-Cam bannen. Unbelievable. Mir fehlten die Worte. Bis etwa 18:30 geschah nichts mehr Sensationelles, weshalb ich mich auf den Heimweg machte und den Tag Revue passieren ließ. Unglaublich..der Hammer...aber solche Geschichten kann nur ein Anglerleben schreiben... Meines.
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sludgE

Mittwoch, April 30, 2008

Dad´s nächster Streich !

Da ich am Montag einen Urlaubstag hatte, wurde die Chance noch mal wahrgenommen, vor der Schonzeit möglicherweise noch einen Gelben vor die Linse zu bekommen. Bei mir hat es diesmal leider nicht geklappt, aber Dad konnte gegen Mittag einen schönen 6er zum Landgang verhelfen. Fettes Petri Heil an dieser Stelle und möge die Jagd auf unsere Rüsselfreunde im Juni erfolgreich fortgesetzt werden.
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sludgE

Dienstag, April 22, 2008

Halbstarke Kämpfer !

Ja, das wars vermutlich. Die letzte 24h Session vor der Schonzeit und meiner Tour mit der Band. Und da eigentlich keine sensationellen Dinge im Laufe dieses Ansitzes passiert sind, werde ich mich heute etwas kürzer als gewohnt halten und in erster Linie die Bilder für sich sprechen lassen. Freitags ging es jedenfalls gleich nach der Arbeit ans Wasser, wo mich bereits Horstl und Pinman Tom erwarteten. Diesmal wurde wieder vom Ostufer gefischt, da die Chancen auf einen vernünftigen Gelben um diese Jahreszeit, im tieferen Teil des Gewässers schon erheblich größer war, als an meinem Platz am Westufer. Um Mitternacht rollten wir uns bisslos in unsere Schlafsäcke und ließen die Nacht auf uns zukommen.
Um genau 3:07 Uhr riss mich das erste Mal der Dauerton meines Funkempfängers aus der Tiefschlafphase, und ich konnte problemlos den ersten Halbstarken der Session zum Fototermin bitten. Ziemlich genau 3 Stunden später...Dejavue. Wieder raus, wieder ein Halbstarker, der aber leider nicht den Weg auf die Speicherkarte der Digitalkamera fand, da nach dem Ersten mein Kamera-Akku den letzten Saft gelassen hatte, und es in der Dunkelheit kein leichtes Unterfangen gewesen wäre, den Reserveakku vorzukitzeln und die Kamera neu zu bestücken.
Um 7:30 weckte mich zum 3ten Mal die Bissanzeige und ich kann den 3ten Fisch auf die Matte bitten. Und der Bursche war ein Kämpfer, wie man ihn nicht alle Tage am Band hatte. Na, das war doch schon mal was. Wie ich in der Früh erfahren habe, hatte auch Horstl in der Nacht einen kleineren Schuppler verhaften können, welcher aber anscheinend nicht so sensationell war, um mich aufzuwecken. Bei Tom hatte sich die ganze Nacht nichts gerührt.
Natürlich habe ich mich morgens dann nicht mehr in die Federn gerollt, es wurde ausgiebig gefrühstückt und schon bald darauf lief wieder die Schnur von einer von Horstl´s Rollen.
Im Laufe des Vormittags musste ich dann eine 3er Serie von Drill - Aussteigern hinnehmen, bis um 13 Uhr wieder beim Pitcher der Bissanzeiger heulte. Jawohl. Und das war ein Besserer, der auch gelandet werden konnte.
Ein herrlicher 82cm Schuppler mit 9,70kg und somit nur ganz knapp an der 10er Marke, erstmals in diesem Jahr kratzte. Bis zu meinem Zusammenpacken um etwa 18 Uhr geschah eigentlich nichts mehr; dennoch war ich mit dieser Session mehr als zufrieden, da sie mir doch 3 Fische beschert hatte, wenn auch die Monster ausgeblieben waren.
Nachtrag von Montag: Abends erreichte mich ein Mail von Dad, in dem mir vor Augen geführt wurde, daß man auch bereits am Westufer gute Fische fangen konnte. Denn "the Calm" hatte mit einem Halbstarken und einem schönen 7,40er Schuppigen untertags, ebenfalls äußerst vernünftig zugeschlagen. Ein fettes Petri Heil an dieser Stelle an meinen Paps - ich krieg dich schon noch ;)
Hoffen wir, daß der Mai schnell vorübergeht und ich bald wieder von meinen Angel- u. vor allem Fangerlebnissen berichten kann.
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sludgE