Mittwoch, November 03, 2010

Halloween Hardcore Blackmouth-Goby Hunting!

Wir schreiben Samstag, den 31.Oktober 2010. Halloween. Um diesem "monströsen" und mehr oder weniger besonderem Datum gerecht zu werden, stand heute was ganz Abgefahrenes am Programm. Gefährlich. Mystisch. Grenzwertig. Nur die Härtesten der Harten würden überhaupt in Erwägung ziehen, über Ähnliches auch nur nachzudenken. Zweieinhalb Meter lange Welse, Karpfen mit über 40kg und Hechte, die bei schummrigen Licht als Alligatoren durchgehen. Phaa. Auf die kann Jeder fischen und hoffen. Wo sind da noch die adrenalingeschwängerten Minuten, wenn du in den Rachen einer wahren Bestie blickst und wo du dich in den dunklen Tiefen des Monsterauges verlieren zu scheinst? Wo ist da diese "Randerfahrung" bei einer Jagd, wo du vermutlich selbst zum Gejagten wirst? Wo ist das Spiel mit dem Leben? Wo? Ja, ich weiß. Es ist nicht jedermanns Sache, mit Gevatter Tod Karten zu spielen und man im Vorhinein weiß, daß der Sensenmann unzählige Workshops bei einem gewissen Cincinnati Kid absolviert hat. Doch wer nichts riskiert, der nichts verliert und somit wurde beschlossen, sich diesmal mit einem Gegner anzulegen, der schon etwas mehr an Mumm forderte, wie die besagten klassischen Beutefisch-Spezies. Genau; vor diesem Kontrahenten konnte man sich wirklich fürchten und man wird wohl keinen Angler in unserem Donauraum finden, dem es nicht das blanke Grauen ins Gesicht schnitzt, wenn hinter vorgehaltener Hand der angsteinflössende Name dieses Monsters ausgesprochen wird. The Pestilence aka Blackmouth Goby - Schwarzmaulgrundel! Bist du deppat ... ich bin wahrlich einer der letzten Helden auf diesem Planeten. Halloween. Monster, Ungeheuer und Dämonen. Dass ich nicht lache. Selbst der Jason Voorhees, der Michael Myers und der traumtänzerische Krüger Fredl mutieren im Vergleich zur Höllengrundel zu Faserschmeichlern.
Mir macht man keine Angst mehr. Süsses oder Saures?
Saures könnt ihr haben...Und sind wir uns ehrlich ... wenn wir so ganz tief in unser Inneres blicken, dort in der Psyche herumwühlen um schlussendlich die nicht von der Hand zu weisenden Gefahren abwägen, kommen wir zu dem Punkt, der sich Entscheidung schimpft. So. Wer ist wirklich so verwegen, daß er sich am Halloween-Tag, bei gefühlten 10 Grad unter Null und Orkanstürmen an die Rinne setzt? Hmmm. Da wird die Luft vermutlich schon dünner. Und wer von den übergebliebenen Narren besitzt dann hier den Mut oder besser gesagt die ultimative Härte, in so einer Situation noch mit dem Feederstock anzutreten? Naaa? Da waren wir nur mehr bei einer Handvoll Psychopathen angelangt. Doch selbst unter Jenen trennt sich hier noch mal die Spreu vom Weizen. Die Gurgelbeisser von den Ballett-Tänzern sozusagen. Denn nur die Allerwenigsten besitzen dann tatsächlich noch diesen Wahnsinn mit dem Herz eines Löwen und wagen somit, eine Grenze zu überschreiten vor der berechtige Horrorszenarien so manchen harten Angler in die Flucht treiben ließ. Eisern, wagemutig, abenteuerlustig und das ewige Spiel mit dem Feuer.
Ich bin so Einer. Ich fische mit Maden...Nachdem ich der ersten Bestie ohne Verlust einiger Gliedmaßen das Madenbündel aus dem dunklen Höllenschlund entfernt hatte, war klar, daß ich mich auf dem richtigen Weg befand. Ja, der Horst und der Cpt. Kört haben schön geschaut mit welcher Gelassenheit ich das Höllentier gehändelt habe. Wie wenn es das Ungefährlichste und Alltäglichste auf diesem Planeten wäre.
"Ka normala Mensch fischt do mit Modn am Grund!" - tjo, Gefahr ist mein zweiter Vorname und so hab´ich die nächsten Fliegenkinder auf den Haken gefädelt. Alex "Blackmouth-Slayer" Hager. Es kann nur Einen geben. Mut kann man nicht kaufen...
Nach einigen hochkonzentrierten Stunden der Grundeljagd und den andauernden Brachialdrills mit dem nächsten Monster-Vertreter der Blackmouth´s, war ich körperlich und mental am Ende und habe das Anködern von Maden an der Montage des Feederstocks nicht mehr praktiziert. Auf die Dauer einfach zu gefährlich. Zu belastend. Ich war ganz einfach ausgelaugt. Nichts desto Trotz war ich sehr stolz auf mich, den inneren Schweinehund überwunden und der Gefahr ins Auge geblickt zu haben. Noch dazu konnte ich einige kapitale Vertreter der Höllenboten in einer einzigen Session überwältigen, was meinen draufgängerischen Codex und mein Silberrückenfeeling nur bestärkte. Jawohl. Halloween Hardcore Hunting! Nur die Besten überleben...

Seltsam, aber so steht es geschrieben...
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Sludge

Mittwoch, Oktober 13, 2010

3 Tage Savage Session !

Ich habe es getan. Habe die Gefahren abgewogen, die Risiken kalkuliert, schwer zugängliche u. geheimste Informationen eingeholt und die Lage eingeschätzt, um schlussendlich meinen ganzen Mut zusammen zu nehmen und es tatsächlich zu wagen. 3 Tage werde ich in einer der wildesten und verruchtesten Gegenden auf diesem Planeten verbringen. Alleine. Nur mit einem eingeborenen Führer. Gefährlicher als das Krabbenfischen in der Beringsee und geheimer als die unterirdischen, extraterrestrischen Gen-Versuchslaboratorien der Area 51. Hinter vorgehaltenen Händen hat dieses Stück Land mit raunendem Flüstern auch einen anderen Namen bekommen. Die Höhle des grausamen Löwen. Uhhh. Die alten Karpfencracks, die in den schlecht durchlichteten Vereinshütten zusammenknotzen, verstummen ansatzlos in ihren Gesprächen wenn du es gewagt hast, diese Phrase lauter als ein Grillenzirpen in den Raum zu nuscheln. Tiefe Hutkrempen werden in die Höhe geschoben, kleine nadelkopfgrosse Pupillen scheinen dir durchs Fleisch zu bohren, während knarrend und ächzend das Holzmobilar verkündet, daß nun alle Augenpaare auf dich gerichtet sind. Er hat es gesagt. Das Unausprechliche. Der letzte Frevel unter den Eingesessenen. Die Höhle des grausamen Löwen. Die Odysee des Schreckens. Steiermark. Southside. Mut kann man nicht kaufen...Mein Glück oder besser gesagt mein Plus war, daß ich bereits aus früheren Expeditionen viel vom furchtlosen Umgang mit den Eingeborenen mitnehmen durfte, mir Fetzen ihrer evolutionären Trivialsprache aneignete und somit einfühlsamer agieren konnte. In diesen wilden Breiten konnte das von unschätzbarem Vorteil sein. Noch dazu war es mir durch überaus glückliche Umstände möglich, einen der besten nativen Führer zu engagieren, der mir das Überleben in dieser Hölle erst möglich machte. Ohne Einheimischen bist du dort gnadenlos verloren und wirst vom südsteirischen Dschungel einfach verschluckt. Bloss so. Codename K3. Wieviele herzensgute Angler waren dort angeblich schon verschwunden. Die rochen sofort, daß du nicht von hier bist. Betonkind. Wiener Rotz. Weit weg vom kuscheligen warmen Schoß der sicheren Mutter Millionenstadt. Aber wie bereits erwähnt war ich in der feinen Lage einen echten Eingeborenen für mein Vorhaben zu gewinnen, der scheinbar auch am elementaren geistigen Austausch unserer Kulturen interessiert war und mir folgedessen jegliche Bedenken über etwaige Menschenfallen von der Seele nahm. Er war eine lebende Legende unter Seinesgleichen. Der beste Fährtenleser und Waldläufer, den man sich in dieser rauhen Umgebung an seiner Seite wünschen konnte. Sein schallender Name war Jössi - grob in unsere Sprache übersetzt: Listiger Wolf. Nach einigen anfänglichen Verständigungsschwierigkeiten hatte ich mich schnell auf den endemischen Baum-Dialekt eingestellt und konnte fortan mit meinem einheimischen Guide relativ problemlos kommunizieren. Der erste Schritt war getan. Hier sehen wir listigen Wolf beim "Nase-in-den-Wind-Recken", um die kommenden klimatischen Verhältnisse aus dem Geruch der Luft ableiten zu können. Wahnsinn, was der noch alles konnte.Jaja, das waren die Dinge, die wir Beton-Kreaturen schon seit Generationen verlernt hatten. Hier wurde das Wild noch mit blanken Zähnen gerissen während wir FastFood-manipulierten Ost-Humanoiden nicht mal mehr wussten, wie man sich selbst die Schuhe bindet. Leider konnte ich von Jössi nur Fernaufnahmen machen, da er fest den Glauben vertrat, seine Seele würde in dem komischen schwarzen Ding in meiner Hand gefangen werden. Auch nach einfühlsamen Heranführen an die Materie war es mir nicht möglich, ihn von der Ungefährlichkeit des Lichtkastens zu überzeugen. OK, das musste man respektieren. Schließlich lag mein Überleben in seiner Hand und da war es wohl der falsche Zeitpunkt, ihn zu verärgern. Also quälte ich ihn keinesfalls weiter mit eventuellen Portraitbildern für mein ethnologisches Expeditionsalbum und wir schritten gemeinsam zur Sache, wegen der wir schlussendlich hier waren. Die Jagd auf die Tapirfische. Tief in der Höhle des grausamen Löwen. Bist du deppat. Ich war schon ein beinharter Kerl, dies ganz alleine mit listigem Wolf durchzuziehen. Draussen in der Wildnis. Dort, wo im Nebel des Grauens die ruhelosen Seelen einstiger Dämonen lauern um dich zu verschlingen. Steiermark. Southside. Die Wenigsten hatten jemals den Mumm besessen so tief einzusickern. Ich war stolz auf mich. Und mit breiter stählerner Brust harrte ich nun der Dinge die da kommen mochten, während listiger Wolf begann, langsam aus seiner Trickkiste zu plaudern, um mir tiefere mentale Einblicke in die humanoide Struktur dieser legendären Gegend zu gewähren. Dankbar wie ein nasser Schwamm saugte ich die Informationen in mich auf, fand darin einige fehlende Puzzelteile für meine persönliche Logik und freute mich über so manch Lösung auf bisher unbeantwortete Fragen.
Jawohl. Der kannte sich aus; der listige Wolf.Nach dem ersten Tag und der ersten Nacht ohne jeglicher Aktivität an unseren 6 ausgelegten Fallen, machte ich mir erstmals Gedanken über einen eventuellen Nichterfolg und ertappte mich dabei, schon im Vorhinein des Öfteren über den vermeintlichen Blank nachzudenken. Noch dazu kam im Laufe des heranrückendes Tages raus, daß Jössi alias listiger Wolf noch einen anderen Namen hatte, der meine Zuversicht auf Monsterfänge schon merklich schmälerte. Da der Originalname mit unserem weltlichen Schriftsatz nicht darzustellen ist, hab ich ihn für meine Leserschaft wieder grob in unsere Ausdrucksweise übersetzt. In der Eingeborenensprache ausgesprochen in etwa wie"AU-GSCHI-SANAA" - in unseren Breiten in etwa wie PESTKÖNIG der PECHRABEN. Na ausgezeichnet. Bin ich selbst schon des Öfteren mit Flüchen konfrontiert gewesen, hab ich nun Einen neben mir sitzen, der ungefähr genauso vom Glück angeschissen scheint. Eine Traumkombination. Zwei Verfluchte gemeinsam auf Fischfang. Da war nicht unmittelbar mit Bissorgien zu rechnen. Und dem war auch so. Logisch irgendwie.Feldbeobachtung; Samstag, 09.Okt. 2010 ~ 14:30: Irgendwann während des zweiten Tages ist listiger Wolf aufgestanden und einfach mit dem Schlauchboot rausgefahren, stoppte plötzlich das Rudern und legte seine linke Hand ans linke Ohr. Intressanterweise schien er zwischendurch immer wieder irgendwelche Zaubersprüche aufzusagen oder rituelles Gemurmel von sich zu geben, während er scheinbar hauptzeitlich statisch Befehle oder Botschaften entgegennahm. War das möglicherweise irgendein magischer Usus seines Stammes oder waren hier sogar telepathische Kräfte im Spiel? Fragen über Fragen, die ich nach eingehendem Studium früher oder später hoffentlich beantworten zu vermag. Im Laufe des zweiten Tages hat mir die Bisslosigkeit dann genügt und ich habe von Scratch weg, neu angefangen. Hab mir abermals den Nash-Prodding Stick vom listigen Wolf genommen und bin in See gestochen. An dieser Stelle sei zu erwähnen, daß das etwas unhandliche Trum wohl den besten "Struktur-Abtaster" mimt, den ich bis jetzt in den Händen gehalten habe und mit Sicherheit ein wertvolles Werkzeug darstellt, sollte man die Möglichkeit besitzen, mit dem Boot ausfahren zu dürfen. Nach intensiver, langwieriger Boden-Abklopferei war es mir möglich, zwei vermeintlich gute Spots auszumachen, die meine Hoffnung noch mal beflügelten. Flecken von beinhartem, steinigen u. sandigen Untergrund inmitten ausgedehnter Schlammflächen. Flink wurden Bojen gesetzt, um die neu bestückten Fallen anschließend auch perfekt platzieren zu können. 3 verschiedene Köder, wie sie unterschiedlich nicht sein können. Einmal eine klassische 20er Jokerkugel Whiskey&Cream, dann eine Tigernuss/Mais Snowman-Kombi und einmal ein in Robin Red gewälztes Dragonblood-Pellet. Und Tarnblei - bist du deppat - jawoi.
24 Stunden hab ich noch...Langsam kroch auch schon wieder die Nacht herein, die dunkle Luft vertrieb das letzte Licht des Tages, während der Jössi und ich noch immer auf den befreienden Biss hofften. Scheisse. Die Zeit lief uns wie Treibsand durch die Finger und schmälerte mit jeder Minute unsere relativ frisch gewonnene Motivation. Gegen 20 Uhr erfolgen plötzlich aus dem Nichts mentale Erlösungsmomente, als sich erstmals mein Bissanzeiger meldet. Es ist die "W&C-Rute". Priieeeep! Der Swinger klettert ruckartig Richtung Blank um dort ansatzlos wieder in Stille zu verharren. Naaaaa. Verdammt. Fehlbiss. Des gibts doch ned. Zuversicht ausstrahlend wende ich mich an meinen nun merklich nervös gewordenen, eingeborenen Führer. "Warte nur, listiger Wolf - der dreht eine Runde und probierts noch einmal!". Irgendwie hab ich´s ja selbst nicht geglaubt was ich da von mir gebe, aber wie es der Teufel so will, bricht nach Beendigung des Satzes die akustische Hölle mittels Empfängerbox herein. Vollrun. YES! Ich gleite wellenreitergleich den feuchten Hang hinunter, um vor meinen Ruten zum Stehen zu kommen, reisse den rasselnden Stock von den Banksticks und kontaktiere somit meine vermeintliche Beute. Der 2,75er Knüppel krümmt sich und ich weiß, daß der Bursche klebt. Nach kurzer Absprache mit listigem Wolf, entscheide ich mein Glück vom Ufer zu versuchen, um des Nächtens nicht in die aufblasbare Nußschale klettern zu müssen. Falls es nicht geht, bleibt mir ohnehin nichts anderes übrig. Nach einem klitzekleinen Anflug von Nervosität, als der attackierende Rüssler kurzzeitig im Kraut steckt, gelingt es mir doch, den Fisch wieder ins Freiwasser zu bekommen, wo ich ihn ohne weitere Probleme mühelos ausdrillen kann. Dann hab ich es. Mein südsteirisches Wasserschwein. Hehe. Ein tonnenschwerer Fels schien mir vom Herzen zu fallen, als ich den Schuppigen voller Stolz in die Kamera halten darf. Gefangen mitten in der Höhle des grausamen Löwen. Kein Bemmerl nicht...Muahahaha. Was glaubt ihr, mit welcher erfolgsgeschwängerten Berufung ich danach in die Federn gekrochen bin? Unpackbar erlöst. Genauso müssen sich in etwa die ersten Amazonas-Pioniere gefühlt haben, als sie erstmals die Quelle des Monsterflusses erreichten. Jaja, ich hatte alle Gefahren auf mich genommen, war mutterseelenalleine in diese harsche Gegend aufgebrochen, um gemeinsam mit einem Nativen die Belohnung für jenen Mut zu ernten. Und ich sah, daß es gut war...Bis zum Zusammenpacken gegen Mittag des nächsten Tages gschah leider bisstechnisch gar nichts mehr, was mein Erfolgsgefühl aber kaum merklich schmälerte. Traurigerweise hatte listiger Wolf seinem Pest-Namen alle Ehre gemacht, denn trotz intensivster Bemühungen seinerseits konnte er keinen Tapirfisch in die Falle locken. Stolz diesen Landstrich ohne Gliedmassenverlust überstanden zu haben, machte ich mich auf den Heimweg und kann resümierend behaupten, daß es doch nicht sooo gefährlich ist, wie dunkle Zungen behaupten. Die Eingeborenen sind mit etwas Einfühlungsvermögen äußerst umgängliche Lebewesen, vor denen man keine Scheu haben sollte. Denn wenn sie merken, daß du dich unwohl fühlst und dein Angstschweiss zu riechen ist, kann die Lage blitzschnell kippen und du findest dich mirnichts dirnichts in einem riesigen Kochtopf wieder, wo du in siedendem Kernöl zwischen gewaltigen, auftreibenden Kürbiskernplatten um dein Überleben kämpfst. Da ich aber mittlerweile ganz gute Kontakte zu einigen Wilden herstellen konnte, die wichtigsten Klick - u. Schnalzlaute des lokalen Dialekts beherrsche und noch dazu mit Angstlosigkeit gesegnet bin, werde ich spätestens im Frühjahr eine neuerliche Expedition in die Höhle des dunklen Löwen wagen. Mein Dank geht an dieser Stelle an meinen treuen Guide u. Waldläufer Listiger Wolf, der mir die Zeit in der grünen Hölle erträglich machte und mein Überleben sicherte. THX Amigo ! Bis zum nächsten Mal - Möge der Fluch von dir abfallen!
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Sludge

Sonntag, Oktober 03, 2010

CHM Ausgabe Oktober 2010!

Da interessanterweise meine skriptologischen Ergüsse und meine mentale "Abgefahrenheit" scheinbar gut im deutschsprachigen Raume ankommt, bin ich wieder mal mit einem unterhaltsamen Bericht, names "Buschratten" in der Oktober Ausgabe des Carp Hunters Magazine vertreten. Vielen meiner aufmerksamen Leser wird diese Thematik vielleicht schon bekannt vorkommen, denn alles dreht sich diesmal um meine Erlebnisse beim Fischen im Busch, mitten in der Großstadt. Ich hoffe, die Geschichte gefällt abermals und verbleibe mit einem fetten...
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Sludge

Samstag, September 18, 2010

Trapmaster Tales SPECIAL !

Heute ist es auf den Tag genau zwei Wochen her, daß das Unfassbare an der Schottergrube tatsächlich eingetreten ist. Was der Eiserne und ich innerhalb von 48 Stunden erlebt haben ist so abgedreht, daß wir uns entschieden haben, dies gemeinsam mittels eines TM SPECIAL auf virtuelles Papier zu bringen, um die Nachwelt an dieser "Legende" teilhaben zu lassen. Wir wünschen Euch viel Spaß bei dieser wirklich "magischen" Geschichte und möge jeder glauben, was er will. Der Bobby Lugano würde sich jetzt noch die Hände reiben. Gott hab´ihn seelig.

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Sludge

Zum Runterladen einfach oben aufs Vorschaubild klicken, oder auf folgenden Link -> TMS1 MISTER MAGIC
Für diejenigen, die kein PowerPoint besitzen, gibts hier auch eine PDF-Version -> TMS1 MISTER MAGIC PDF

Sonntag, August 29, 2010

38 - und kein bisschen weise...

So. 38. Was für eine Zahl. So variantenreich, so abgefahren. So magisch, daß sie von absoluter Euphorie bis zum dunkelsten Abgrund führen kann. Achtunddreissig. 38 Mill. Euronen am Konto - jawoi, da kann man sich schon etwas bewegen. 38 beim Schnapsen, nachdem das Spiel vorbei ist - najooo, draussen bin i. 38 Blatt Monatslohn oder 38km Stau auf der Autobahn - es bedarf keiner ausfälligen Worte mehr. Ok, ich seh es ja eh ein. Des ist genauso mit jeder anderen Zahl. Pfff. Kommen wir zu dem, was für mich grundsätzlich wirklich essentiell ist und war. Es jährt sich nämlich nun zum 38ten Mal jener Tag, an dem die Sterne in einer aussergewöhnlichen Kombination günstig zueinander standen, die Götter willig waren und einen der letzten Helden auf diesem Planeten, das Licht der Welt erblicken ließen. Nämlich mich. Bissige Buschratte, präpotenter Selbstdarsteller und Monsterbezwinger Alex Sludge Hager. 38. Bist du deppat...Und jetzt sitz ich wieder da am Wasser, der Westwind bläst mir mit unsauberer Härte fett in die Fresse, starre auf die grünen Wellen und resümiere geistig. Was hatte ich in den 38 Jahren nicht alles erlebt. Unpackbar. 10 Jahre schwerstes Street-Skateboarding mit vielen Knochenbrüchen und Bänderrissen, von denen ich heute noch zehren darf. Immer überm Limit eigentlich. Harter Beton, böse schnelle Metal-Mukke, tätowiert, rotzig, Randgruppe. Immer irgendwo eine grobe Schramme oder eine Gliedmaße in Gips. Der Traum jeder Vorstadtgöre. Beinahe jeder. Ist nur mehr so vage im Hinterkopf. Schon alleine das über 15 Jahre lang intensive Ausleben meines Bühnendaseins als Shouter einer Hardcoreband. Einfach mein Lifestyle. Irgendwie geht mir dies jetzt nach fast 2 Jahren Pause schon etwas ab. Aber wer weiß. Dunkle Zungen munkeln... ;) Kommt er zurück? Der Messias der Gehirnbetonierer-Showkapelle? Wir wissen es nicht so genau - hehe. Legendärste Aktionen im In- u. Ausland lassen mich die Zeit jedenfalls nie mehr vergessen. Dann all die Jahre Fischen - bist du gestört. Dazu brauch ich wohl nichts mehr sagen...Alleine was ich in der Arbeitswelt alles erlebt habe - muahahahah - was ich alles für Jobs gemacht habe, um nach vielen Jahren endlich halbwegs das zu tun, auf das ich hingearbeitet habe und nun seit geraumer Zeit erfolgreich etabliert bin. Übers grundsätzliche kranke System unserer Konsumgesellschaft bedarf es ohnehin keiner weiteren Worte. So ganz im Inneren war ich schon ein wenig stolz auf mich. 38 Jahre Unfug im Kopf und trotzdem "normal". So in der Gesellschaft integriert, mein ich halt. Jojo, "Biege dich wie ein Schilfhalm im Wind, um die schweren Wellen abzufedern - doch denke stets daran, daß das Maul geöffnet werden muss, wenn Zähne gezeigt werden wollen!" - irgendwie so in der Art hats mal ein alter chinesischer Mönch aus einem 70er Jahre KungFu-Streifen im TV runtererzählt. Und nein, die waren nie dumm. Das hatte schon Logik. Nebenbei waren sie nämlich immer auch wahre Meister des Kampfsports. Im Stil der Königskobra oder Drunken Master. Bist du deppat. Wödklasse. Absolut unbesiegbar und weise in ihren Entscheidungen. Na so falsch kann das dann doch nicht sein. So ähnlich hab ichs dann immer gehalten. So ähnlich, nur ohne Kampfsport und vielleicht nicht immer so weise ;) 38 Jahre. All die Menschen, die ich in meiner Ära kennengelernt habe... org org org...von völlig eliminierter geistiger Missgeburt bis zu wirklich klugen, netten Menschen die mein Leben dankbar bereichern oder bereichert haben, die gesamte Palette an Individuen. Hervorzuheben, abgesehen vom der besten Mom & dem besten Dad auf Gottes Erdboden, ist natürlich meine Isa und ihre Familie. Was hast du mit mir in den letzten 16 Jahren alles mitgemacht - muahahahah - ich weiß, es gibt sicher einfachere Lebenspartner als mich. Aber du weißt; es is wie beim Heilända - es kann nur Einen geben ;) Bin halt a Jackpot-Typ. Einer der letzten Gentleman, klug, schön, beinhart, stark, fleissig und kann dir auch nach dem 3ten Weltkrieg Behausung und Nahrung beschaffen - Ein virtuelles Danke an dieser Stelle an eines der wohl schönsten u. tolerantesten Weibchen dieses Planeten ;) Mögest du bis zur Jordanüberquerung an meiner Seite über die humanoide Prärie herrschen. Whauuu. Den Spruch bringe ich heute abend, wenn ich hoffentlich nach Fisch duftend daheim ankomme. Piep ... piep...pieeeeeeeeeeep. UUUUUUUUh. Drücker am linken Stock vorm Seerosenfeld. Nach bösem, geistfreiem Drill kann ich schlussendlich eine schöne, graue Schuppen-Eminenz mittels Selbstauslöser ablichten. Muahahahahah. JAWOI - i hob erm. Kein Monster aber MEIN feiner Geburtstagsfisch."Alter, wer wü ma wos dazön, wie des gstörde Karpfenfischen geht?!" Präpotent und breitbrüstig klebt mein Inneres samt Körper an der Grenze zum Wasser. Wie man eben so ist, wenn es läuft. Ich resümiere weiter dahin. All die Unterhosenmodel-Wettbewerbe und Castings die ich in den vielen Jahren gewonnen habe. Oder war das doch nicht ich? Hmm. Egal. Nana, Midlife Crisis hab ich keine. Nicht so wie der Eiserne. OK, der ist auch schon eine Mumie, alt und schwach. Um den Urologen brauch ich mir vorerst keine Sorgen machen. Nächstes Jahr erst. Mit 39 eben. Ich bin dynamisch, wertvoll, im vollen Saft und stehe kurz vor meiner Blüte. Bei den Bergorillas gehts auch nicht von heute auf morgen, bis so ein Silberrücken ausgebildet ist. Manchmal kommt es mir so vor, als ob rund um mich alle älter werden, ich aber irgendwie stehenbleibe. Seltsames Gefühl. Leider rührts nur vom Geistigen her, denn körperlich hab ich manchmal das Spüren eines Greises. Aber so ist das vermutlich, wenn man auf die 40 zugeht. Na, beschweren darf ich mich eh nicht. Es läuft ja eh alles halbwegs so wie´s soll. Und wie das so ist, wenn man völlig entspannt und zufrieden auf der Fischjagd ist, geht auch da alles wie von alleine. Eine Stunde nach dem "Grauen" hab ich den nächsten Kanditaten an der Leine und kann mich über einen schuppigen Kollegen freuen, der mir schon im Mai einen fetten Grinser in die Fresse geschnitten hatte. Zur Feier meines 2ten Geburstagsfisches und zum Wiederfang gab ich ihm den Namen "Mosaik-Bill". Mosaik, weil er ein äusserst interessantes Schuppenbild aufweist und Bill ... jo Bill - warum zur Hölle Bill? Keine Ahnung; wahrscheinlich weil in den alten Western die grimmigen Charaktertypen immer Bill geheissen haben. Damals zumindest, als ich noch jung war...Nachdem Bill wieder in die Freiheit entlassen war, wurde weiter in den Gehirnwindungen nach wertvollem Erinnerungsschatz gegraben. Jooooooo. Bist du deppat. Wo ich schon überall war auf diesem Planeten. Was ich schon für "tierische" und naturbedingte Erlebnisse auskosten durfte. Unpackbar. In meiner Sturm&Drang-Zeit, dem intressierten aber stets respektvollem Hantieren mit allerlei gefährlichem Getier an vielen Ecken unserer Erde, haben meine Freunde immer gesagt: "Na Alex, glaub es uns, so wirst du kane 25 - entweder du stirbst aun an Schlaungenbiss irgendwo im Busch oder a Krokodü frisst di beim Fischen...dir legen zumindest beim nächsten Urlaub sicha so Fliagn Eier unter de Kopfhaut, wo daun Junge ausseschlüpfen!" Was sollte man machen, ich konnte einfach nicht anders. Und wos is nun? Nichts. 38, Amigos! I hobs eich gsogt! Ka giftige Schlaungan hod mi bissn, ka Alligator hod mi gfressn und bis dato is aus mein Schädl nix aunders aussekumman aussa Unfug! Und des wird a weiter so sein ... vasprochn ;) Das Leben ist hart genug...
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Sludge