Montag, März 22, 2010

Akkordarbeit - YES !

Oft bekommt man den Spruch "ein Bild sagt mehr als tausend Worte" vor die Fresse geknallt, und selten hat dieser, wirklich eine Berechtigung hierfür und man wünsche sich doch das eine oder andere Wort mehr, um etwas intensiver hinter die Fassade blicken zu können. Aber ich denke im Falle der Abbildung meiner rechten Hand, bedarf es keinerlei exzessiver Ausführungen. Man kann sich ungefähr ausmalen, wie oft ich die Rute während ein paar weniger Stunden aufnehmen musste, um solch einen geschundenen Daumenballen zu ergattern. Oft. Verdammt oft sogar. Denn was sich das letzte Mal an meiner Buschlacke abgespielt hat, ist einfach in die Kategorie "Bissorgie" einzureihen. Nicht mehr und nicht weniger. Akkordarbeit, die Freude macht. Unglaublich. Angeheizt durch die beiden Weissen, die ich letztes WE bei bösartigen Wassertemperaturen doch verführen konnte, hab ich mich wenige Tage später abermals auf die Jagd begeben. Bei der Futtermischung wurden keine Experimente gemacht. Lediglich mit einem noch höheren Anteil an Koriander und ein paar weichen Maiskörnern bin wieder mit fast gleichem Mix angetreten und kaum, daß ich angefangen habe, den tiefen Spot zu bearbeiten, ging der Spaß los. Keine 5 Minuten, nachdem das erste Mal der gefüllte Korb die Wasseroberfläche durchbrochen hatte.Futter in den Korb drücken, 4 Maden an den Haken, die geschätzten 15 Meter rauschlenzen, Rute ablegen, keine 30 Sekunden warten, Biss und Drill. Brachse auf Brachse. Dazwischen immer wieder halbstarke Rotaugen. Die Größe der Verführten war nicht sensationell, aber die Bissfrequenz schien nicht von dieser Welt. Es war schlicht und ergreifend unpackbar, was da abging. Wenn ich in Ruhe eine Zigarette rauchen wollte, musste ich die Montage aus dem Wasser nehmen, da es einfach nicht zu bewerkstelligen war. Jaja, da ist das kommote Festblei-Karpfenfischen schon was ganz anderes ;)Nach ca. 2 Stunden war ich schon bei 6 Maden, um ein wenig die Kleinen auzufiltrieren, was allerdings nicht von Erfolg gekrönt war. Denn mit halbstarken Brachsen und Rotaugen ging es munter weiter. Ich kann nicht annähernd sagen, wieviele Exemplare ich in diesen Stunden vom Haken gelöst und wieder in die Fluten entlassen habe. Es waren viele. Verdammt viele. Und ich kann mich bis dato nicht erinnern, jemals so eine Serie erlebt zu haben. Jeder Wurf ein Fisch. Ultimativ.Ja, da durfte wohl mehr oder weniger alles gepasst haben. Das herrlich sonnige Wetter, die ersten wirklichen Frühlingsanzeichen, die Montage, die Futtermischung, der Hakenköder, der Spot. Wenn ich das nur immer so erwischen würde - aber da wärs vermutlich auch langweilig.
Und genau deswegen bin ich 2 Tage später nach SB gefahren , um den ersten Rüssler ans Land zu bitten, was dann allerdings wieder nicht funktionierte. Ich bin doch nur ein Mensch. Gottseidank ;)
tight lines
Sludge

Montag, März 15, 2010

1st Strike Buschlacke !

YEEES! Endlich ist es wieder soweit und meine Heimwasserln sind mehr oder weniger eisfrei. Da ich ab diesem Jahr zwei neue Reviere befischen werde, war ich natürlich schon ganz zappelig, was den langen, harten Winter betraf. Aber nun war es soweit, Plusgrade und eine offene Wasserdecke ließen mich nicht lange überlegen, um erstmals an einem der "Neuen" anzugreifen.
Ich entschied mich für den stillen Altarm in der guten, alten Lobau, wo die ganze Härte des brutalen, orkanartigen kalten Windes mit Sicherheit noch eher zu ertragen war, als auf der windungeschützten Rinne, oder gar am fetten Fluss selbst. Na danke. Da sitz ich bei solchen Bedingungen doch lieber, wie der vielzitierte "Schönwetter-Pensionist", an der idyllischen Buschlacke. Klingt komisch ... ist aber so ;)So hab ich mein Tackle geschultert, hab ein feines Plätzchen bezogen, und los gings. 4°C Wassertemperatur bei mir am Rand. Pfff. Böse. Egal. Ich kanns ohnehin nicht ändern. Ich riskier den Karpfenstock einfach. Snowman in etwa 2m Tiefe auf eine von der Sonne beschienen Stelle, 5m vor dem Schilfwald. Wer weiß. Bei diesen Bedingungen ohnehin eine Lotterie - an einem neuen Gewässer noch viel mehr. Das war eine Milchmädchenrechnung.Mit der anderen Rute hab ich klassisch drauflosgefeedert. Laut Anglerkollegen in die wohl tiefste Stelle an in diesem Gewässer. Schnell wurde ein einfacher Futter-Mix mit relativ hohem Koriander-Anteil bereitet, und Maden, Caster und Mistwürmer standen als Hakenköder auf dem Programm. In den ersten 3 Stunden konnte ich mir 2 zaghafte Bisse an der Rutenspitze einreden, aber leider keinerlei Beute an Land zwingen. Am Karpfenstock tat sich, wie es zu erwarten war, sowieso nichts. Najo, kein Problem. Erste Session an einem neuen Gewässer muss man ja fast traditionell blanken. Egal. Endlich war ich wieder am Wasser. Die Saison kann beginnen. Back on track...Am frühen Nachmittag kam mich dann auch der "gesegnete" Hörstman besuchen, denn innerhalb der nächsten Stunde kann ich doch tatsächlich meine ersten 2 Fische 2010 vom Haken befreien, und wieder in die Fluten lassen. MUAHHAHAH.
JAWOI! Alter, was willst du mehr :)Danach packte ich befriedigst meine Sachen, spatzierte noch eine Runde mit dem Horst durchs umliegende Unterholz, und trat danach meine Heimreise an. Was gibt es Schöneres, als an einem solchen Gewässer zu sitzen, und nie zu wissen, welche Überaschung da als Nächstes deinen Köder inhaliert. Buschlacke - wir werden noch viele gemeinsame Stunden erleben !
tight lines
Sludge

Sonntag, März 07, 2010

Trapmaster Issue 2 ONLINE !

Es ist wieder soweit und die nächste Ausgabe des Trapmaster ist fertig. Viel Spaß damit und möge die dunkle Macht auch weiter mit uns sein...tight lines
Sludge

Montag, Februar 22, 2010

Winter Silence...

Nun bin ich aus Thallern zurück, und muss feststellen, daß es nicht zwanghaft mit dem Fang eines Fisches zu tun hat, um mental befriedigt wieder daheim anzukommen. Ich hatte es diesmal mit Schnee, Kälte, Regen, und am Samstag mit einer Horde von einheimischen "Duckhuntern" zu tun, was der positiven Fischjagd nicht gerade zuträglich war. Inbesondere Mitte Februar, wo es ohnehin schon von der Jahreszeit bedingt, nicht gerade ein Kinderspiel darstellt. Aber es war nicht anders zu erwarten.
Nichts desto Trotz war es wieder herrlich, nach der langen Winterpause endlich abermals 3 Tage am Wasser und in freier Wildbahn verbracht zu haben. Und jetzt kanns auch bei uns nicht mehr allzu lange dauern, bis die Gewässer alle offen sind, und wir unsere Leidenschaft hemmungslos ausleben können.
tight lines
Sludge

Montag, Februar 15, 2010

Kein Ende in Sicht...

Tja. So wie es im Moment auf unseren Wasserln aussieht, können wir das Fischen noch einige Zeit vergessen. In SB haben wir noch immer arktische Verhältnisse, auf der Rinne können immer noch Eishockey-Meisterschaften ausgetragen werden, und die Donau hat einen derart niedrigen Wasserstand, daß an einen mehr- od. weniger sinnvollen und erfolgreichen Ansitz im Moment nicht zu denken ist. Was solls. Ändern können wir es ohnehin nicht.Also heisst es weiter warten, hoffen und bangen. Allzulange kann es ja beim besten Willen nicht mehr dauern. Nichts desto Trotz werde ich kommendes WE, an einem teilweise eisfreien Gewässer, erstmals im Jahre 2010 angreifen, und versuchen, das scheinbar Unmögliche zu verwirklichen. Thallern, ich komme.
Möge die dunkle Macht mit mir sein...
tight lines
Sludge

btw. Vielen Dank an die Fotografen KlingonZ-Horst und meinen Dad, die mir die aktuellen Ablichtungen unserer Reviere zur Verfügung gestellt haben.