Montag, Dezember 26, 2011
Samstag, Dezember 24, 2011
Merry X-Mas 2011!
Ich wünsche meiner Familie, meinen Freunden und allen anderen mir möglicherweise nicht bekannten Personen mit Charakter, ein erholsames Weihnachtsfest, entspannte Feiertage und vor allem Ruhe und Gesundheit. Lasst es euch gut gehen und gedenkt ein wenig der Menschen, die nicht wie wir das Glück haben, wie die Made im Speck zu leben! Dann hat das Weihnachtsfest wenigstens einen mentalen Sinn. Mögen sich all eure Wünsche erfüllen und die dunkle Macht auch weiter mit euch sein! Denkt daran: Es gibt Einen, der euch liebt - und das ist nicht der Jesus Christus ;)tight lines
Sludge
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Mittwoch, Dezember 21, 2011
Ralos - Die Legende vom Bissfänger!
Viele Jahre ist es nun her, als ich einen Menschen kennengelernt habe, der mir in Folge dessen so manches Rätsel in meinem Anglerleben aufgegeben hat. Mensch ist vielleicht doch etwas weit hergeholt, da die Kreatur, abgesehen von der sterblichen Hülle nichts mit der Normalspezies Homo sapiens gemein hatte. Gleich zu Beginn unserer Kennenlernphase war mir klar, dass ich hier nicht mit irdischen Maßstäben antreten konnte, denn irgendeine dunkle Aura hing schwerwiegend über dem humanoiden Baum. Der Urukai strahlte eine Selbstsicherheit aus, die einem den Schauer über den Rücken trieb und immer wieder wurden mir im Laufe der Zeit Bilder von Monsterrüsslern unter die Nase gerieben, dass ich mit den Knien nur so schlackerte. Vorerst war das Ganze nicht wirklich so dramatisch, da ich ja fest im Glauben war, dass die steirische Eichel einfach den richtigen Riecher hat oder aber das Glückshorn von Fortuna ganz tief in seinem Rektum wohnt. In beiden Fällen würde ich nichts dagegen tun können, was mich mental dann doch etwas beruhigte. Es ist einfach so. Ein Faktum. Aber da wußte ich auch noch nicht, dass es sich hierbei um den Einen handelt. Der, der hinter den Reihen geht. Der Wächter der letzten Macht und Träger des finsteren Fluches. Ich war einfach ahnungslos. Genau. Ich spreche hier von keinem Geringeren als meinen späteren Busch-Sensai und Lichtöffner Willi aka Rasko der Tuchlaubenprinz. Interessanterweise konnte ich ihn dann manchmal sogar ablichten, was bei seiner dämonischen Körperlosigkeit wahrlich nicht selbstverständlich war...
Eigenartigerweise wusste niemand so genau, wieso der Willi fast nur allein zum Fischen ging und Niemanden in seiner Nähe haben wollte. War er einfach ein Misanthrop? Wollte er bloss seine Ruhe haben? Nein, das wäre zu einfach gewesen, denn ohne Angelequipment in seinen monströsen Händen war er ein durchwegs geselliger Zeitgenosse und hatte nichts von seiner Eremiten-Aura. Irgendwas war da im Busch. Im wahrsten Sinne des Wortes. Aber da ich ja bekannterweise auch ein hochrangiges Mitglied der Dunkelheit bin, hat mir der Teufel wohl selbst die Gelegenheit in die Hände gespielt, der Sache auf den Pelz zu rücken. Vermutlich wußte der schon, dass die Zeit des Urukai gekommen war. Der wurde alt und würde die schier unbeherrschbare Macht nicht mehr lange gefahrlos händeln können. Das ganze Imperiumsgewicht der Finsternis lag auf brüchigen Säulen. Ein neuer Wächter und Fluchträger musste her. So kam es, dass ich plötzlich ebenfalls Besitzer der Jahreslizenz an des Urukais Gewässer war und mich systemathisch an den Großmeister heranpirschen konnte. Vermutlich hatte der ansatzlos gespürt, dass ihm der dunkle Imperator die Dämonen-Inquisition in Form eines humanoiden, Löcher in den Bauch fragenden Pygmäen geschickt hatte und machte gute Miene zum bösen Spiel. Dankbar wie ein Meeresschwamm saugte ich in Folge seine Weisheiten am Wasser auf, war mir aber nach kurzer Zeit relativ sicher, dass es hier nicht mit rechten Dingen zugehen konnte. Irgendwas Mächtiges, was ich vorerst nicht einordnen konnte, hatte der scheinbar im Talon, denn fast jedes Mal fing die steirische Eichel die größeren Fische, wenn ich überhaupt zum Zug kam. Der fischte die gleichen Montagen, die gleichen Köder, gleich lange Ruten, ähnliche Schnüre & Rollen und vor allem auf denselben Spots. Der fing Monsterschweine, wo mir heute noch der Speichel aus dem Mundwinkel tropft. Wie war sowas möglich? Im Schein meiner Schreibtischlampe und dichtem Zigarettenqualm saß ich dann abends oft vor dem Rechner und studierte stundenlang die Fotos, um was Auffälliges zu finden. Sondierte jede noch so unscheinbare Ecke und verglich verschiedenste Aufnahmewinkel, bis es mir wie Schuppen von den Augen fiel. Nein, es war nichts Aussergewöhnliches zu entdecken, aber genau das war der Punkt. Das Unsichtbare. Jedes einzelne, noch so kleinste Angelutensil war auf irgendeinem Foto abgelichtet, nur ein Ding war auf keinem einzigen Bild. Die Hanger. Die beschissenen, primitiven, orangen Solarhanger, die ich so oft in der Realität an den Rutenblank schnalzen gesehen habe. War das einfach nur Zufall? Oder so unbedeutend, dass sie es einfach nicht wert waren, fotografiert zu werden? Muahhahahah. Nie im Leben. Es gab einfach kein Foto davon. Das war nun wirklich zuviel des angeblichen Schicksals. Aber was konnte ich tun? Hmm. Ich würde in mit einer garstigen Hinterlist in die Falle locken, um vielleicht einen Blick hinter die Kulissen der Grausamkeit zu blicken. Genau. So folgte der nächste gemeinsame Ansitz und ich beobachtete vorerst genauestens jeden seiner Handgriffe. Na sicher! Jedes Mal, wenn er die Hanger berührte, ging ein tiefes Raunen durch seinen massigen Körper und ein dezentes, kaum wahrnehmbares, boshaftes Grinsen schnitt sich kurzzeitig in seine Urukai-Larve. Der Fall wurde immer klarer. Unauffällig versuchte ich Fotos von den magischen Objekten zu machen, was mir aber aus unerklärlichen Gründen einfach nicht gelingen wollte. Die waren nach Ablichtung am kleinen Display der Kamera einfach nicht mehr sichtbar. Entmaterialisiert sozusagen. Doch aus heiterem Himmel wurde mir dann eines Tages von der Hölle ein Bild in die Hände gespielt, welches der Urukai selbst aufgenommen hatte. Da, die Spiegelung im Wasser. Er hatte einen Fehler gemacht, welcher ihm nicht passieren hätte dürfen...
Irgendwann, nachdem ich mir schon lange sicher war, dass die orangen Schnurspanner nicht von dieser Welt sein konnten, bin ich in die Offensive gegangen, um den gewaltigen Wächter psychisch an die Wand zu pressen und mit der Wahrheit herauszurücken. Ich bin einfach immer wieder hingegangen und habe so getan, wie wenn ich sie jetzt berühre. Kaum war ich auch nur in der Nähe der Hanger, wurde schon geknurrt und die Zähne gefletscht. Nachdem ich bereits horrende Summen, fernab jeglicher menschlicher Logik für die Beiden geboten hatte und mir unmissverständlich klar gemacht wurde, dass diese unverkäuflich wären, war es nun so kristallklar wie ein Gebirgsbach. Die waren so wertvoll, dass sie mit irdischen Gütern einfach nicht zu bezahlen waren. So. Aus. Nun raus mit der Sprache! Im Angesicht der Ausweglosigkeit und der nicht mehr zu leugnenden Präsenz meines aufkeimenden Höllen-Silberrücken-Ranges erfahre ich die ganze Wahrheit. Sie waren es tatsächlich. Die Einen, in den Feuern des Schicksalsmeeres geboren und in der See der Verzweiflung herangewachsen, um sie alle zu knechten. Ralos - die Bissfänger. Erst jetzt wird mir die Tragweite dieser Erkenntnis bewusst. Tausende Klone hängen an irgendwelchen Leinen rund um den Globus, ohne auch nur den Funken einer Ahnung zu haben, wem sie da nacheifern. Ein Palindrom feinster Güte. RALOS=SOLAR. Und da vor mir hängen die Einen. Mitten im Wiener Busch. Ich brauche nicht mal darüber nachdenken, dass mir der Urukai die mächtigste Waffe aller Karpfenanglerzeiten einfach so kampflos übergibt und so versuche ich mich in diversesten Tricks und Taktiken, die aber alle nicht zum Erfolg führten. Ich konnte bitten, betteln, auf Knien rutschen und okkulte Tauschgeschäfte auf den Tisch bringen. Nicht mal mein Golem hatte eine Chance. Ihm sie einfach wegzunehmen, war Dank der offensichtlichen körperlichen Übermacht seinerseits ein sinnloses Unterfangen, welches mit Sicherheit durch starke Pein meinerseits einherging. Nebenbei konnte ich ja nicht wissen, ob die Bissfänger mich überhaupt schon akzeptierten. Die Gefahr, sie für immer zu verlieren war einfach zu groß. Und so vergingen Monate und Saisonen. Keine Nacht konnte ich wirklich ruhig schlafen, wissend in der Tatsache bestätigt, dass das Ralos-Paar nicht in meinen Händen war. Doch die steirische Eichel wurde älter und schwächer, während ich mich, gleich dunkler Phönix aus der dämonischen Asche schälte. Heute bin ich mir sicher, dass er die aufkeimende, frische und starke Macht schon länger gespürt hat und er nur allzu gut wußte, dass er nicht drumherum kam, die Wächterposition früher oder später abtreten zu müssen. So sagt es die Legende. Plötzlich ging es so schnell, wie keiner vermuten durfte. Wir schreiben den 13.Dezember 2011. Irgendwas liegt in der Luft. Ungewöhnlicherweise sind vermehrt Krähen am Balkon auszumachen, zweimal fährt aus unerklärbaren Gründen mein Rechner von alleine neu hoch und die Garnelen in den Nano-Becken drehen die 817te Runde. Vorverschobener Weltuntergang? Beginnt jetzt, das Magnetfeld zu kippen? Na geh, noch nicht jetzt bitte. Ich bin noch nicht so weit. Ein kalter Windzug streift über meinen Rücken, als die Isa von der Arbeit heimkommt und die Eingangstüre öffnet. "Es war Post für dich im Briefkasten, Alex! Ein Packerl!" Ein Packerl? Für mich? Rechnung, Briefbombe oder vielleicht eine tote Ratte, um mich auf traditionelle Weise auf den Untergang vorzubereiten?! Mit großen, erwartungsvollen Äuglein nehme ich den braunen, A5 großen Umschlag entgegen und spüre ansatzlos die seltsame, beruhigende Aura, die offensichtlich vom kleinen, harten Inhalt ausgeht. Nein, das war nichts Negatives. Mit zittrigen Händen beginne ich vorsichtig das Luftpolsterkuvert zu öffnen, um kurze Zeit später das in meinen Händen zu haben, wovon ich so lange geträumt habe. Sie waren es tatsächlich. JAAAAAAAA! Die Bissfänger! Ich kann nicht glauben, was ich da zwischen meinen Pygmäenfingern spüre. Die orange Fängigkeit selbst. Und sie scheint mich zu akzeptieren. Im Kuvert befindet sich noch ein Brief vom Eisernen, der mir meine Übermacht bestätigt und mich somit zum neuen offiziellen Wächter der Bissfänger mutieren lässt. Er hat es endlich eingesehen. Es ist der Tag der Tage. Sie sind mein. Mein Schatzzzzzz! Ralos - das Duo der Vernichtung, für immer gebunden, sie alle zu beherrschen...
Muahahahah. Jetzt kann sie kommen, die neue Saison. Ich mache mir keine Sorgen mehr. Da werden die Fallen zuschnappen, die Mühlen glühen und die dunkle Glorie der Finsternis wird über meine Gewässer herrschen. Nun habe ich das letzte Stück meines verbliebenen Seelchens verscherbelt, doch die Tatsache, dass ich nun der Besitzer der legendären Bissfänger bin, war es das allemal wert. Abschließend sei zu sagen, dass der Eiserne jahrelang ein wirklich weiser und guter Wächter war, auch wenn seine Boshaftigkeit und Bösartigkeit immer wieder aufblitzte. Insbesondere wenn es um die Bissfänger ging, was nun auch verständlich erscheint. Das waren einfach die dämonischen Nebenwirkungen vom Ralos-Duo. Damit konnte er nun nicht mehr umgehen. Die Mächte wurden zu stark. Ich fühle mich geehrt, der Nachfolger vom Busch-Sensai und nun Träger des schwarzen Fluches zu sein und werde die Finsternis nicht enttäuschen. Sie sind bei mir in guten Händen. Die Bissfänger - von Einem beschützt, sie alle zu führen...tight lines
Sludge
Freitag, Dezember 09, 2011
Dienstag, Dezember 06, 2011
Mission Beaver Bunch PART IX - The end !
Mir kommt vor, als wäre es gestern gewesen, als ich im April voller Stolz und spannender Erwartung für die kommende Saison, den ersten Teil meiner Kolumne im Carp Hunters Magazine angekündigt habe. Nun haben wir bereits Dezember und der verhasste weihnachtliche Irrsinn steht schon wieder vor der gefrorenen Türe. Mit der aktuellen Ausgabe des CHM geht nun diese neunteilige Serie zu Ende und ich hoffe, mit meinen Rand-Erlebnissen, den ruhmreichen persönlichen Erfolgen und den bitter anmutenden, herben Niederlagen an dieser Lacke, dem ein oder anderen Leser ein Schmunzeln hervorgelockt zu haben. Jaja, wir Karpfendeppen haben es nicht immer leicht ;)
Die Zeit läuft, die Jagdsaison schon wieder fast vorbei und ich bin erneut mit der klimatischen Hölle konfrontiert, mit der wir ins 2011er Jahr gestartet waren. Eis. Teilweise gefrorene Wasseroberflächen zwingen mich in die BeaverBunch-Winterpause. Es macht einfach keinen Sinn mehr, auch wenn zwischendurch das Wässerchen möglicherweise wieder offen ist. Rien ne va plus. Der Altarm rollt sich unweigerlich in den tiefen Winterschlaf. Da kann ich raunzen, was ich will. Aber was soll´s. Beschweren darf ich mich ohnehin nicht. Mit welcher Erwartung war ich letzten Winter hier angetreten und was hatte ich im Laufe des Jahres für Schätze geborgen, die man so nicht vermuten konnte?! Aber jetzt ist eben Ende. Soll so sein. Doch das nächste Frühjahr kommt bestimmt, ich kann schlussendlich auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken und nun meine Batterien neu aufladen, um 2012 erneut böse anzugreifen. Möglicherweise werde ich vom BeaverBunch eine kleine Missions-Diashow zusammenbasteln, um die Erlebnisse auch visuell zu verewigen. Um die ganze, legendäre Story aufzusaugen, seien euch die 9 CHM Ausgaben April 2011 - Dezember 2011 ans Herz zu legen. Es war mir ein literarisch grenzwertiges Linguistik-Fest ;)tight lines
Sludge
Montag, Dezember 05, 2011
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